Lehrer beklagen sich über Ausstattung mit Dienst-Computern

Die Lehrer-Gewerkschaft VBE hat die Ausstattung mit IT-Geräten an deutschen Schulen als "mittelalterlich" kritisiert. An vielen Schulen gibt es laut VBE-Vorsitzendem Udo Beckmann nur einen PC für das Kollegium, fast ein Viertel der deutschen Pädagogen habe gar keinen Zugang zu einem Dienst-Rechner.

Düsseldorf. Die IT-Ausstattung der Schulen in Deutschland ist nach einer Umfrage der Lehrer-Gewerkschaft VBE "mittelalterlich". Zwar haben 77 Prozent der Lehrer Zugang zu einem Dienst-Computer. In der Regel sei das aber ein Einzelexemplar, das im Lehrerzimmer oder bei der Schulleitung stehe, kritisierte der VBE-Vorsitzende Udo Beckmann am Mittwoch in Düsseldorf. Mit 22 Prozent habe fast jeder vierte Pädagoge bundesweit überhaupt keinen Zugang zu einem Dienst- PC. Weiteres Ergebnis der Forsa-Repräsentativ-Erhebung: Trotz der schlechten IT-Bedingungen nutzen nahezu 90 Prozent der Lehrer für ihren Unterricht das Internet und digitales Material.

"Lehrer sind keine digitalen Muffel"

Beckmann betonte bei der Vorstellung der Zahlen: "Lehrer sind keine digitalen Muffel." Die große Mehrheit der rund 750 befragten Pädagogen gab an, sich die nötigen IT-Kenntnisse privat angeeignet zu haben. Nur ein Prozent der Lehrer sagte, die eigene Schule verfüge für jede Klasse über einen Satz an Tablet-Computern oder Smartphones. Dagegen berichten 87 Prozent, dass es solche Geräte für ihre Schüler überhaupt nicht gebe. Die Politik müsse mehr Geld in die digitale Ausstattung der Schulen investieren, forderte der VBE. Auf diesem zukunftsträchtigen Feld seien Grundschulen besonders abgehängt. (dpa)

 
 

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