Landtagswahl Sachsen: Umfrage-Schock – für die AfD

Umfrage-Schock für die AfD bei der Landtagswahl in Sachsen. Die CDU ist enteilt.
Umfrage-Schock für die AfD bei der Landtagswahl in Sachsen. Die CDU ist enteilt.
Foto: dpa/Montage: Der Westen

Dresden. Die Landtagswahl in Sachsen wirft ihre Schatten voraus. In kaum mehr als einer Woche wird in dem bevölkerungsreichsten Neuen Bundesland (mehr als vier Millionen Einwohner) ein neuer Landtag gewählt - und der könnte historisch werden.

Denn in Sachsen (und bei der zeitgleichen Wahl in Brandenburg) könnte die AfD erstmals stärkste Kraft in einem deutschen Landtag werden.

Landtagswahl Sachsen: Neueste Umfragen erschüttern AfD-Hoffnung

Spitzenkandidat Jörg Urban gehört zum sogenannten „Flügel“, einer völkisch-nationalistischen Bewegung innerhalb der AfD, deren prominentestes Mitglied der Thüringer Landeschef Björn Höcke ist. Ein Sieg in Sachsen würde Urban großen Einfluss innerhalb der Partei verschaffen.

Doch die neuesten Umfragen dürften einen ziemlichen Schock für die AfD in Sachsen bedeuten. Denn während es lange so aussah, als hätte die Partei beste Chancen darauf, stärkste Kraft zu werden, sprechen neueste Umfragen eine ganz andere Sprache. Zwar schneidet die AfD auch hier deutlich stärker als bei der vergangenen Wahl ab - liegt aber klar hinter der regierenden CDU zurück.

CDU so stark wie seit über einem Jahr nicht

In der aktuellsten Umfrage der Forschungsgruppe Wahlen von 23. August etwa liegt die CDU sogar erstmals seit Juni 2018 wieder über 30 Prozent:

  • CDU: 31 Prozent
  • AfD. 25 Prozent
  • Linke: 14 Prozent
  • Grüne: 10 Prozent
  • SPD: 9 Prozent
  • FDP: 5 Prozent

Damit könnte die CDU zusammen mit SPD und Grünen die neue Regierung bilden und ein Bündnis mit der Linkspartei umgehen. Möglich wäre diese Konstellation eventuell auch nach der aktuellen Umfrage von infratest dimap (22.August):

  • CDU: 30 Prozent
  • AfD: 24 Prozent
  • Linke: 16 Prozent
  • Grüne: 11 Prozent
  • SPD: 8 Prozent
  • FDP: 5 Prozent

Sachsen gilt als wichtige Hochburg der CDU, die dort seit der Wiedervereinigung durchgehend den Ministerpräsidenten gestellt hat.

Verluste für die CDU vorprogrammiert

Klar ist aber schon jetzt, dass die Partei um Ministerpräsident Kretschmer große Verluste hinnehmen muss. Bei der Wahl im Jahr 2014 holte die CDU noch fast 40 Prozent:

  • CDU: 39,4 Prozent
  • Linke: 18,9
  • SPD: 12,4
  • AfD: 9,7
  • Grüne: 5,7
 
 

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