Landtagswahl Sachsen: Termin, Kandidaten – hier alle Infos

Am 1. September 2019 wird bei der Landtagswahl Sachsen ein neues Parlament gewählt. (Symbolbild)
Am 1. September 2019 wird bei der Landtagswahl Sachsen ein neues Parlament gewählt. (Symbolbild)
Foto: imago images / Eibner

Alle fünf Jahre wird das Parlament in Sachsen neu gewählt. Seit der Wiedervereinigung dürfen die sächsischen Bürger also nun schon zum siebten Mal an die Wahlurne treten, um bei der Landtagswahl Sachsen 2019 ihr Kreuzchen zu machen.

Am 1. September ist es dann so weit: Dann kannst du bei der Landtagswahl Sachsen 2019 in der Regel von 8 bis 18 Uhr wählen gehen. Solltest du an dem Tag verhindert sein, hast du natürlich auch die Möglichkeit per Briefwahl zu wählen. >>> Hier alle Infos zur Briefwahl.

Landtagswahl Sachsen 2019: Hier findest du alle Infos, Termine, Kandidaten

Wir halten dich hier über die aktuellen Ereignisse und Umfragen zur Wahl auf dem Laufenden.

5. Juni 2019:

Bei der letzten Landtagswahl im Jahr 2014 ging die CDU als klarer Sieger mit 39 Prozent hervor, obwohl die Union 2 Prozentpunkte im Vergleich zur vorangegangenen Wahl verlor. Zweitstärkste Kraft war die Linke (18,9 Prozent), gefolgt von der SPD mit 12,4 Prozent. Zum ersten Mal konnte die AfD nach der Gründung 2013 in den Landtag gewählt werden. Doch die Alternative für Deutschland kam damals auf „nur“ 9,7 Prozent.

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Das sind die Ergebnisse der letzten Landtagswahl 2014 in Sachsen:

  • CDU: 39,0 Prozent (2009: 40,2 Prozent)
  • Die Linke: 18,9 Prozent (2009: 20,6 Prozent)
  • SPD: 12,4 Prozent (2009: 10,4 Prozent)
  • AfD: 9,7 Prozent (2009 nicht nicht gegründet)
  • Die Grünen: 5,7 Prozent (2009: 6,4 Prozent)
  • NPD: 4,9 Prozent (2009: 5,6 Prozent)
  • FDP: 3,8 Prozent (2009: 10,0 Prozent)
  • Die Tierschutzpartei: 1,1 Prozent (2009: 2,1 Prozent)
  • Piraten: 1,1 Prozent (2009: 1,9 Prozent)
  • Sonstige: 3,4 Prozent (2009: 2,8 Prozent)

Ganz anders sehen die aktuellen Umfragewerte aus. Momentan hat die AfD weit mehr als das Doppelte zugelegt. Nach der Insa-Umfrage vom 26. April holte die Partei ganze 26 Prozent. Somit liegt sie nur knapp hinter der CDU, die zwei Prozentpunkte mehr hat.

Das sind die Ergebnisse der jüngsten Umfrage zur Landtagswahl in Sachsen:

  • CDU: 29 Prozent
  • SPD: 8 Prozent
  • Grüne: 11 Prozent
  • FDP: 5 Prozent
  • Linke: 15 Prozent
  • AfD: 25 Prozent

Wer sind die Spitzen-Kandidaten, die die Parteien zur Landtagswahl in Sachsen 2019 ins Rennen schicken?

  • CDU: Michael Kretschmer (CDU-Landesvorsitzender und Ministerpräsident)

Kretschmer wurde 1975 im sächsischen Görlitz geboren. Schon 1989 trat er in die Junge Union ein, deren Vorstand er zwischen 1993 und 2002 angehörte. 2005 wurde er Generalsekretär der sächsischen CDU und 2017 Landesvorsitzender der Partei. Mitglied des sächsischen Landtags war Kretschmer allerdings nie. Von 2002 bis 2017 war er allerdings Mitglied des Bundestages. Nach dem Rücktritt von Stanislaw Tillich als Ministerpräsident von Sachsen im Jahr 2017, wurde er dessen Nachfolger.

  • AfD: Jörg Urban (Landesvorsitzender der AfD)

Urban wurde 1964 im sächsischen Meißen geboren. Als gelernter Wasserbauingenieur engagierte er sich lange nicht in der Politik, war dann kurzzeitig Mitglied der Piraten und schloss sich schließlich, 2013, der AfD an. 2014 übernahm er den Vorsitz des AfD-Kreisverbandes Dresden, 2014 zog er dann als Abgeordneter in den sächsischen Landtag ein. Seit 2018 ist der Vorsitzender der sächsischen AfD.

  • SPD: Martin Dulig (SPD-Landesvorsitzender und stellvertretender Ministerpräsident)

Martin Dulig wurde 1974 in Plauen (Sachsen) geboren. Schon mit 18 Jahren trat er 1992 in die SPD ein und wurde 1999 dann zum Vorsitzenden der Jusos in Sachsen gewählt. Im selben Jahr zog er auch in den Landesvorstand der sächsischen SPD ein. Seit 2009 ist er auch deren Vorsitzender.

  • Die Linke: Rico Gebhardt (Landtagsfraktionsvorsitzender)

Gebhardt wurde 1963 In Schlema (Sachsen) geboren. Zu DDR-Zeiten trat er 1981 in die SED ein und war als Funktionär der DDR-Jugendorganisation FDJ aktiv. Nach der Wiedervereinigung blieb er Mitglied der PDS und saß zwischen 1994 und 2003 im Stadtrat seiner Heimatstadt Aue. 2004 zog er dann erstmals in den Landtag von Sachsen ein. 2009 wurde er zum Landesvorsitzenden seiner Partei gewählt, seit 2012 ist er auch Fraktionsvorsitzender im Landtag.

  • Die Grünen: Katja Meier (Kreisverband Meißen, Landtagsabgeordnete)

Katja Meier wurde 1979 im sächsischen Zwickau geboren. Sie trat erst 2005, mit 26 Jahren, den Grünen bei und zog 2015 in den Landtag von Sachsen ein. 2019 wurde die einfache Abgeordnete zusammen mit dem Grünen Fraktionsvorsitzenden Wolfram Günther zur Spitzenkandidatin ernannt.

  • FDP: Holger Zastrow (Landesvorsitzender der FDP)

Holger Zastrow wurde 1969 in Dresden geboren. In der DDR machte er eine Lehre als Industriekaufmann und absolvierte kurz vor der Wende seinen Wehrdienst. Doch schon zu dieser Zeit engagierte er sich in der Politik und gründete die Jungliberalen in Dresden (1989). 1993 wurde er dann FDP-Mitglied und 1995 stellvertretender Landesvorsitzender der Sachsen-FDP und 1999 Landesvorsitzender.

2009 lehnte Zastrow den Job als stellvertretender Ministerpräsident von Sachsen in der schwarz-gelben Koalition ab, blieb aber Fraktionsschef. 2014 hatte er die krachende Wahlniederlage der FDP als Spitzenkandidat zu verantworten. Die FDP scheiterte mit 3,7 Prozent damals an der 5-Prozent-Hürde.

Wahlbeteiligung lag bei 49,1 Prozent bei der letzten Landtagswahl 2019

Nur etwa die Hälfte aller Wahlbeteiligten (49,1 Prozent) von rund 3 Millionen Wahlberechtigten gaben insgesamt 2014 ihre Stimme ab. Im Vergleich: Bei der letzten Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen beteiligten sich 65,2 Prozent der Wähler. Im direkten Vergleich mit dem Nachbarbundesland Brandenburg: Hier gaben 2014 noch weniger Menschen ihre Stimme ab. Nur 47,9 Prozent gingen dort zur Wahl. Das war der niedrigste Wert seit der Wiedervereinigung.

Jeder Wähler hat bei der Wahl zwei Stimmen. Mit der Direktstimme kannst du deinen Wahlkreiskandidaten wählen. Mit der Listenstimme stimmst du für die Landesliste einer Partei.

Der Landtag besteht aus mindestens 120 Sitzen in Sachsen. Die Hälfte der Mandate in Einerwahlkreisen werden nach relativer Mehrheitswahl vergeben. Die restlichen Mandate erfolgen über geschlossene Listen.

Wenn du noch unsicher bist und nicht weißt, welche Partei du wählen möchtest, kannst du dir einen Eindruck mit dem Wahlomaten verschaffen. >>> Zum Wahlomat geht's hier lang. (js)

 
 

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