Landtagswahl Brandenburg: Termin, Kandidaten – hier alle Infos

Am 1. September 2019 wird bei der Landtagswahl Brandenburg ein neues Parlament gewählt. (Symbolbild)
Am 1. September 2019 wird bei der Landtagswahl Brandenburg ein neues Parlament gewählt. (Symbolbild)
Foto: imago images / Hartenfelser

Alle fünf Jahre wird das Parlament in Brandenburg neu gewählt. Seit der Wiedervereinigung dürfen die Menschen in Brandenburg also nun schon zum siebten Mal an die Wahlurne treten, um bei der Landtagswahl Brandenburg 2019 ihr Kreuzchen zu machen.

Am 1. September ist es dann so weit: Dann kannst du bei der Landtagswahl Brandenburg 2019 in der Regel von 8 bis 18 Uhr wählen gehen. Solltest du an dem Tag verhindert sein, hast du natürlich auch die Möglichkeit per Briefwahl zu wählen. >>> Hier alle Infos zur Briefwahl.

Landtagswahl Brandenburg 2019: Hier findest du alle Infos, Termine, Kandidaten

Wir halten dich hier über die aktuellen Ereignisse und Umfragen zur Wahl auf dem Laufenden.

Bei der letzten Landtagswahl im Jahr 2014 ging die SPD als Sieger mit 31,9 Prozent hervor. Trotzdem haben die Sozialdemokraten im Vergleich zur letzten Wahl 1,1 Prozentpunkte verloren. Zweitstärkste Kraft war die CDU, die Die Linke im Vergleich zu 2009 damit überholte. Die AfD holte bei ihrer ersten Wahl 12,2 Prozent.

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Das sind die Ergebnisse der letzten Landtagswahl 2014 in Brandenburg:

  • SPD: 31,9 Prozent (2009: 33 Prozent)
  • CDU: 23,0 Prozent (2009: 19,8 Prozent)
  • Die Linke: 18,6 Prozent (2009: 27,2 Prozent)
  • AfD: 12,2 Prozent (2009 nicht nicht gegründet)
  • Die Grünen: 6,2 Prozent (2009: 5,7Prozent)
  • NPD: 2,2 Prozent (2009: 2,6 Prozent)
  • FDP: 1,5 Prozent (2009: 7,2 Prozent)
  • Die Tierschutzpartei: 1,1 Prozent (2009: 2,1 Prozent)
  • Piraten: 1,5 Prozent (noch nicht gegründet)
  • Sonstige: 3,4 Prozent (2009: 2,8 Prozent)

Doch wenn man den aktuellen Umfragewerten Glauben schenken mag, dann wird die SPD von ihren Spitzenpartei-Platz von gleich zwei anderen Parteien verdrängt: CDU und AfD liegen nach der neusten Insa-Umfrage gleichauf mit 20 Prozent. Auch die Grünen verdoppeln ihre Punktzahl auf 12 Prozent.

Das sind die Ergebnisse der jüngsten Umfrage zur Landtagswahl in Brandenburg:

  • CDU: 20 Prozent
  • AfD: 20 Prozent
  • SPD: 19 Prozent
  • Die Linke: 18 Prozent
  • Die Grünen: 12 Prozent
  • FDP: 5 Prozent
  • Sonstige: 1 Prozent

Wer sind die Spitzen-Kandidaten, die die Parteien zur Landtagswahl in Brandenburg 2019 ins Rennen schicken?

  • SPD: Dietmar Woidke (SPD-Landesvorsitzender)

Woidke wurde 1961 im brandenburgischen Naundorf geboren. Er absolvierte seinen Wehrdienst in der DDR, wurde aber nie politisch aktiv. Erst anch der Wende trat er 1993 (bereits mit 32 Jahren) in die SPD ein. Schon 1994 schaffte er den Sprung in den Landtag, dem er seitdem angehört. 2004 wurde Woidke dann Minister für Ländliche Entwicklung, Umwelt- und Verbraucherschutz, 2009 verlor diesen Posten, wurde 2010 dann aber als Nachfolger des zurückgetretenen Rainer Spree Innenminister. Nach dem Rücktritt von Ministerpräsident Matthias Platzeck im Jahr 2013 wurde Woidke dessen Nachfolger und übernahm auch das Amt als Landeschef der SPD.

  • CDU: Ingo Senftleben (CDU-Landesvorsitzender)

Senftleben wurde 1974 in Sachsen geboren und trat 1997 in die CDU ein. Seit 1999 sitzt er für die CDU auch im Landtag von Brandenburg. 2003 wurde er Bürgermeister von Ortrand. Ein Amt, dass er bis 2014 innehatte. In diesem Jahr wurde er Fraktionschef der CDU im brandenburgischen Landtag. Seit 2015 ist er außerdem Parteivorsitzender der CDU Brandenburg.

  • AfD: Andreas Kalbitz (Landesvorsitzender der AfD)

Kalbitz wurde 1972 in München geboren. Von 1994 bis 2005 war Kalbitz zeitsoldat bei der Bundeswehr. Schon früh engagierte er sich in der Jungen Union und der CSU. Anfang der 1990er trat er aber auch der rechtsextremen Partei „Republikaner“ bei. 2013 trat er dann der AfD bei und zog schon 2014 in den Landtag ein. 2015 wurde er dann stellvertretender Vorsitzender der AfD Brandenburg, bevor Kalbitz 2017 als Nachfolger von Alexander Gauland neuer Landesvorsitzender wurde.

  • Die Linke: Kathrin Dannenberg (stellvertretende Fraktionsvorsitzende im Landtag)

Dannenberg wurde 1966 im sächsischen Leisnig geboren. Bevor sie in die Politik ging, arbeitete Dannenberg als Lehrerin, erhielt 2010 sogar den „Deutschen Lehrerpreis“. 2014 zog sie dann für Die Linke in den Potsdamer Landtag ein.

  • Die Grünen: Ursula Nonnemacher (Landesfraktionsvorsitzende)

Nonnemacher wurde 1957 in Wiesbaden geboren und zog Mitte der 1970er-Jahre für ihr Medizinstudium nach Berlin. 1997 wurde sie dann Mitglied der Grünen und 2003 dann Stadtverordnete im brandenburgischen Falkensee. 2009 schaffte Nonnemacher dann den Sprung in den Landtag und wurde 2017 neben Axel Vogel Co-Fraktionsvorsitzende. Bei der Landtagswahl 2019 tritt sie zusammen mit Benjamin Raschke als Spitzenkandidatin an.

  • FDP: Hans-Peter Goetz (Landesparteivorsitzender)

Wahlbeteiligung lag nur bei 47,9 Prozent bei der letzten Landtagswahl 2014

Nur etwa die Hälfte aller Wahlbeteiligten (47,9 Prozent) von knapp 3 Millionen Wahlberechtigten gaben insgesamt ihre Stimme ab. Das war der niedrigste Wert seit der Wiedervereinigung. Im Vergleich: Bei der letzten Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen beteiligten sich 65,2 Prozent der Wähler. Im direkten Vergleich mit dem Nachbarbundesland Sachsen: Hier nahmen prozentual gesehen nur etwas mehr Menschen ihr Wahlrecht wahr: 49,1 Prozent.

Jeder Wähler hat dabei zwei Stimmen. Mit der Erststimme wählst du deinen Wahlkreiskandidaten. Mit deiner Zweitstimme wählst du die Partei.

Wenn du noch unsicher bist und nicht weißt, welche Partei du wählen möchtest, kannst du dir einen Eindruck mit dem Wahlomaten verschaffen. >>> Zum Wahlomat geht's hier lang. (js)

 
 

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