Kritik an Qualitätstests der NRW-Schulen

An Rhein und Ruhr..  Die Qualitätstests an NRW-Schulen sind aus Sicht von Bildungsforschern „realitätsfern“ und deren Ergebnisse wenig transparent. Experten kritisieren, dass die Fakten der Qualitätstests nicht für alle sichtbar im Internet veröffentlicht werden. Aus Sicht der Landeselternschaft sollten Schulkonferenzen beschließen können, dass Ergebnisse in nicht-anonymisierter Form einsehbar sein müssen, damit sich Eltern ein Bild machen können. Während Hamburg und Berlin Berichte im Internet veröffentlichen, hat sich NRW für eine „schulinterne Verfügbarmachung der Daten“ entschieden.

In Stellungnahmen für eine Anhörung im Landtag äußerte der Wuppertaler Bildungsforscher Jochen Krautz erhebliche Zweifel, dass Schulprüfer nach teilweise nur 20 Minuten Unterrichtsbesuch qualifizierte Bewertungen vorlegen könnten. Aus seiner Sicht müssten Prüfungen einige Stunden oder Tage umfassen.

Die NRW-Vorsitzende von lehrer nrw, Brigitte Balbach, hält Qualitätstests im Kern zwar für eine gute Idee. Die Umsetzung sei aber ungeeignet, weil sich Schulen nur auf die Besuche und die gewünschten Unterrichtskonzepte wie Gruppenarbeit vorbereiteten. „Danach geht es oft weiter wie vorher“, sagte Balbach.

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