Kritik an der zivilen Luftrettung

Berlin..  Die Grünen beklagen eine langsame Beschaffung neuer Hubschrauber für die zivile Luftrettung. „Bedingt einsatzbereit – so lässt sich die aktuelle Lage der Luftrettung über Land zusammenfassen“, sagte die Grünen-Bundestagsabgeordnete Irene Mihalic dieser Zeitung. Sie stützt sich auf ein Papier des Bundesverkehrsministeriums.

„Der Prozess, einschließlich der Festlegung auf ein bestimmtes Hubschraubermodell, ist noch nicht abgeschlossen“, heißt es darin. „Daher können zu Hersteller, Typenbezeichnung und Inbetriebnahme zum jetzigen Zeitpunkt keine Angaben gemacht werden.“

Nutzung seit Vietnamkrieg

Aktuell werden bei der zivilen Luftrettung in Deutschland noch Bell UH-1D genutzt. Diese veralteten Hubschrauber sind bei der Bundeswehr seit Ende der 60er-Jahre in Betrieb. Die USA nutzten dieses Modell schon im Vietnamkrieg.

Die Luftrettung soll unter anderem Opfer von Flugzeugunglücken oder schweren Unfällen auf Autobahnen bergen. Zuständig für die zivile Luftrettung über Land, auch SAR-Dienst (Search and Rescue – Suchen und Retten) genannt, ist das Verkehrsministerium. Dieses hatte die Luftrettung ausgeschrieben. Den Zuschlag für die zivile Aufgabe hatte die Bundeswehr erhalten.

 
 

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