Kritik am Rauchverbot der „grünen Volkserzieher“

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Essen/Düsseldorf.Das geplante Rauchverbot in Kneipen ab Mai 2013 trifft in NRW auf massive Proteste von Opposition und Gastronomie. Der Hotel- und Gaststättenverband Dehoga fürchtet das Aus für 3000 Kneipen. Es gehe der Politik statt um den Nichtraucherschutz um das schlichte Verbot, sagte Landessprecher Thorsten Hellwig der WAZ.

Essen/Düsseldorf..  Das geplante Rauchverbot in Kneipen ab Mai 2013 trifft in NRW auf massive Proteste von Opposition und Gastronomie. Der Hotel- und Gaststättenverband Dehoga fürchtet das Aus für 3000 Kneipen. Es gehe der Politik statt um den Nichtraucherschutz um das schlichte Verbot, sagte Landessprecher Thorsten Hellwig der WAZ.

CDU-Fraktionschef Karl-Josef Laumann warf der SPD vor, sie sei vor den „grünen Volkserziehern“ in der Koalition eingeknickt. Das Gesetz bevormunde Bürger, die sich am Feierabend beim Bier eine Zigarette rauchen wollten. Experten von CDU und FDP sehen die Gaststätten-Betreiber in ihrer Existenz bedroht. Für viele kleinere Wirte sei die Alternative Hartz IV, hieß es. NRW-Gesundheitsministerin Barbara Steffens (Grüne) zeigte sich zufrieden mit der Neuregelung.

Der Gesundheitsausschuss des Landtags stimmte am Mittwoch für den Änderungsantrag, der in der kommenden Woche im Landtag beschlossen werden soll. Danach gilt künftig in Kneipen ein generelles Rauchverbot, Verstöße können mit Geldbußen von bis zu 2500 Euro geahndet werden. Einzige Ausnahme: Der Wirt darf bei vorher angemeldeten Privatfeiern in geschlossener Gesellschaft das Qualmen erlauben.

 
 

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