Kraft verspricht nach Unwetter Finanzhilfen für Münster

Innerhalb weniger Stunden fielen in Münster knapp 300 Liter Regen pro Quadratmeter vom Himmel.
Innerhalb weniger Stunden fielen in Münster knapp 300 Liter Regen pro Quadratmeter vom Himmel.
Foto: dpa
Münster und Greven bekommen nach den sintflutartigen Regenfällen vor vier Wochen Hilfe vom Land. Innerhalb weniger Stunden fielen bis zu 300 Liter Regen pro Quadratmeter vom Himmel. Wie hoch die Hilfe sein wird, ist noch offen. Gelder gibt es allerdings nur für die Schäden der Kommunen.

Münster. Die Landesregierung Nordrhein-Westfalens will den Städten Münster und Greven nach dem Jahrhundertregen Ende Juli finanziell unter die Arme greifen. Eine konkrete Summe nannte Regierungschefin Hannelore Kraft (SPD) nach einem Gespräch mit Oberbürgermeister Markus Lewe (CDU) und seinem Grevener Amtskollegen Peter Vennemeyer (SPD) am Montag aber nicht.

In Münster waren bei dem Starkregen an öffentlichen Gebäude Schäden in Höhe von rund 30 Millionen Euro entstanden, in Greven 8 bis 10 Millionen. Am 28. Juli waren in Münster mancherorts innerhalb weniger Stunden knapp 300 Liter Regen auf einen Quadratmeter gefallen.

Sondertopf für Kita-Sanierungen

"Wegen der Außergewöhnlichkeit des Ereignisses" sollen die beiden Kommunen einen Sonderbedarf anmelden können. Geregelt wird die Abrechnung über das Gemeindefinanzierungsgesetz. Für die Sanierung von Kindertageseinrichtungen will das Land einen zweiten Topf öffnen. Ein dritter Teil soll für präventive Maßnahmen der Kommunen ausgeschüttet werden. Hier könnten Gelder in den Ausbau oder eine Anpassung der Infrastruktur wie das Kanalnetz fließen.

"Wir können die Schäden nicht komplett bezahlen, es kann nur eine Hilfe sein", sagte Kraft nach dem Gespräch, an dem auch Innenminister Ralf Jäger (SPD) teilnahm. Die Regierungschefin wies darauf hin, dass das Land mit Steuergeldern keine Hilfen für private Haushalte leisten kann. Sie forderte alle Bürger in Nordrhein-Westfalen auf, ihren Versicherungsschutz zu überprüfen. "Das sollten auch die tun, die nicht in einer Stadt mit einem großen Fluss leben", sagte Kraft. (dpa/lnw)