Veröffentlicht inPolitik

Klimawandel: RKI-Chef Wieler warnt vor schweren Tropenkrankheiten

Biden bringt großes Klimapaket durch den US-Senat

Der US-Senat hat ein milliardenschweres Klimaschutzpaket verabschiedet. Es gilt als wichtiger Sieg für US-Präsident Joe Biden, der die bei seinem Antsantritt versprochenen großen Reformen bisher nicht liefern konnte. 370 Milliarden Dollar sollen nun in den Klimaschutz fließen.

Der Klimawandel führt in Deutschland nicht nur zu heißeren Temperaturen. Auch sorgt er hierzulande für die Vermehrung neuer tierischer Bewohner. Diese wecken nach RKI-Chef Lothar Wieler nun die Sorge um die Ausbreitung tropischer Krankheiten.

Klimawandel: Mücken und Zecken als Krankheitserreger

RKI-Chef Lothar Wieler warnt vor den steigenden Temperaturen, da so mehr Lebensräume für Mücken und Zecken entstehen. Eine Folge davon könnten mehr Viruserkrankungen sein. „Viele Mücken- und Zeckenarten können virale, bakterielle und parasitäre Infektionserreger übertragen“, sagte Wieler. Es sei daher wichtig, die Ärzteschaft hierzulande für derartige Krankheiten zu sensibilisieren.

Foto: picture alliance / dpa | James Gathany/CDC

Als Beispiele nannte er Zika-, Dengue- oder das West-Nil-Virus. Auch mit der Rückkehr der Malaria muss gerechnet werden. Diese bringt üble Folgen mit sich, wie schwere Organschäden oder Fieberschübe.

Klimawandel: Sorge in der Politik wächst – mehr Forschung gefordert

Auch in der Politik wird sich besorgt um die Ausbreitung tropischer Krankheiten geäußert. FDP-Gesundheitspolitiker und Mediziner Andrew Ullmann erwartet ebenfalls, dass die höhere Ausbreitung von Zecken- und Mücken vermehrt Krankheiten in Europa und Deutschland auslösen, die hier bisher nicht bekannt waren.

——-

Weitere Politik-Artikel

——-

In einem Interview mit der Funke Mediengruppe erklärte er: „Es braucht dringend weitere Forschung- und Innovationsinitiativen, um die Auswirkungen des Klimawandels auf die Ausbreitung von Krankheitserregern besser zu verstehen und wirkungsvolle Maßnahmen zu ergreifen.“ (ari)