Greta Thunberg: Trump spottet übel – ihre Reaktion überrascht

Das ist Greta Thunberg

Anfang 2018 war sie noch eine einfache Schülerin. 2019 ist sie das Gesicht einer globalen Umwelt-Bewegung: Greta Thunberg.

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Eigentlich wollte er gar nicht kommen: Donald Trump hatte dem UN-Klimagipfel in New York eine Absage erteilt.

Viele sahen das als Düpierung – zumal Trump parallel zum Klimagipfel, auf dem Greta Thunberg eine beispiellose Rede hielt, seine eigene Veranstaltung in New York abhielt.

Greta Thunberg beim Klimagipfel: Plötzlich kommt Donald Trump

Dann erschien der US-Präsident aber plötzlich doch noch, lauschte der kurzen Rede von Bundeskanzlerin Angela Merkel.

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Die eher uninspirierte Ansprache galt vielen als mutlos. Für Furore sorgte kurz zuvor der Auftritt von Klimaaktivistin Greta Thunberg. Mit einer Mischung aus Wut und Trauer hielt die 16-Jährige beim UN-Klimagipfel eine dramatische Ansprache.

Greta Thunberg erhebt schwere Vorwürfe

„Ich sollte gar nicht hier sein. Ich sollte in der Schule sein“, so Thunberg. Aber die Politiker hätten bei ihrer Aufgabe das Klima zu schützen, versagt: „Schämt euch. Menschen leiden. Sie leiden und sterben.“

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Klimagipfel:

  • Greta Thunberg und 15 weitere Kinder haben bei den Vereinten Nationen Klage eingereicht
  • Darin heißt es, mehrere Länder hätten ihre Menschrechte verletzt
  • Grund: Mangelnde Maßnahmen gegen den Klimawandel
  • In der Petition werden namentlich fünf Länder genannt:
  • Argentinien, Brasilien, Deutschland, Frankreich, Türkei

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Die Länder hätten durch ihr Nicht-Handeln die 1989 in Kraft getretene UN-Kinderrechtskonvention verletzt. Die klagenden Kinder kommen aus 12 Ländern, auch aus Deutschland. Sie verlangen von den Ländern unverzügliche Maßnahmen gegen den Klimawandel.

Sie warf den Politikern Verrat vor. Ihr Vorwurf dürfte auch und vor allem in Richtung von Donald Trump gegangen sein. Die USA hatten sich zuletzt immer mehr von Klimazielen verabschiedet, investieren immer weniger in Klimapolitik.

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Entsprechend ist der Gesichtsausdruck von Greta Thunberg, als Donald Trump das UNO-Hauptquartier betritt. Eine kurze Videoaufnahme davon geht derzeit in den sozialen Medien viral.

Greta Thunberg begegnet Donald Trump: Video-Szene geht viral

Die Szene dauert nur wenige Sekunden, und spricht doch Bände: Trump betritt völlig überraschend, weil unangekündigt, den Saal. Greta Thunberg steht nur wenige Meter dahinter. Die Kamera zoomt kurz auf ihr Gesicht, das sich verfinstert: Thunberg beißt die Zähne zusammen, blickt Trump böse hinterher.

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Greta Thunberg:

  • Geboren im Januar 2003 in Schweden
  • Die Klimaaktivistin lebt mit dem Asperger-Syndrom
  • Ihr Aktivismus begann damit, dass Thunberg daheim umweltbewusster lebte, etwa durch den Verzicht auf Fleisch oder Flugreisen
  • Im August 2018 rief sie die Idee von Klimastreiks ins Leben - damals noch ganz allein
  • Aktuell hat Greta Thunberg ihre Schulausbildung unterbrochen, um sich ganz dem Engagement als Klimaschützerin zu widmen. 2020 will sie wieder die Schule besuchen

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Das „New York Magazine“ kommentierte die Szene: „Greta Thunberg hat versehentlich die Erde mit ihrem Blick erhitzt.“

Donald Trump reagiert auf Greta Thunberg - und sorgt für Irritation

Bei Twitter teilten Tausende den Videoschnipsel, darunter auch Politiker wie die Kongressabgeordnete Sheila Jackson Lee.

Derweil sorgte Trump mit einem Tweet für Irritation und Ärger. Er teilte ein Video, das einen Ausschnitt aus der hochemotionalen Rede von Greta Thunberg zeigt: Mit Tränen in den Augen spricht Thunberg von den Folgen des Klimawandels. Dazu schreibt Trump: „Sie scheint ein sehr glückliches junges Mädchen zu sein, das sich auf eine wundervolle Zukunft freuen kann. So nett anzusehen!“

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Das ist Donald Trump:

  • Geboren 1946 in New York ist Trump Nachfahren deutscher Einwanderer
  • Schon Trumps Vater war erfolgreicher Immobilienunternehmer in New York
  • Auch Trump stieg in den Sektor ein und machte zunächst gute Geschäfte, Anfang der 1990er-Jahre geriet sein Unternehmen aber in die Krise
  • Erst als er seine Marke Trump vermarktete, ging es geschäftlich wieder aufwärts
  • Große Erfolge feierte Trump mit seiner Show "The Apprentice" zwischen 20014 und 2014 große Erfolge
  • Seit 2017 ist er Präsident der USA

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Dafür bekam der Präsident einen Shitstorm. Ein Nutzer kommentierte: „Nur zur Erinnerung: Das ist ein 73 Jahre alter Mann, der die mächtigste Position der Welt innehat. Und er erzählt Scheiße über ein Kind.“ Ein anderer fordert ironisch: „Gebt ihm den Nobelpreis für Klimawissenschaft, er verdient es!“ - dazu ein Bild von Trump mit der manipulierten Wetterkarte, die vor wenigen Wochen für Wirbel sorgte.

Blogger nennt Greta Thunberg ein „psychisch krankes Kind“

Und noch ein anderer US-Konservativer sorgte für Wirbel: Der Blogger und Autor Michael Knowles nannte Greta Thunberg bei einer Nachrichtensendung im US-Sender Fox ein „psychisch krankes Kind“. Bei der Klimaschutz-Bewegung gehe es nicht um Wissenschaft. „Wenn das so wäre, würde sie von Wissenschaftlern angeführt, und nicht von Politikern und einem psychisch kranken Kind aus Schweden.“

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Der Politik-Journalist Christopher Hahn schoss zurück: „Wie können Sie es wagen? Sie sind ein erwachsener Mann und greifen ein Kind an. Sowas können Sie in ihrem Podcast machen, da hört sowieso keiner zu. Aber Sie sind hier im Fernsehen, also reißen Sie sich zusammen.“

Greta Thunberg hat inzwischen auf den Angriff von Donald Trump reagiert - mit Ironie. In ihrem Twitter-Profil greift sie das Zitat von Donald Trump in ihrer Selbstbeschreibung auf und nennt sich ab jetzt: „Ein sehr glückliches junges Mädchen, das sich auf eine wundervolle Zukunft freut.“

 
 

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