Kevin Kühnert spricht offen über seine Homosexualität

Juso-Chef Kühnert - Werden Regierung auf die Finger schauen

Kevin Kühnert hat sich enttäuscht über die Zustimmung der SPD-Mitglieder zum Koalitionsvertrag mit CDU und CSU geäußert.

Kevin Kühnert hat sich enttäuscht über die Zustimmung der SPD-Mitglieder zum Koalitionsvertrag mit CDU und CSU geäußert.

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Juso-Chef Kevin Kühnert steht seit Monaten im Rampenlicht. In einem Interview spricht der SPD-Hoffnungsträger über sein Privatleben.

Berlin.  Kevin Kühnert ist seit Monaten so etwas wie der Shootingstar bei der SPD . Der Juso-Vorsitzende hat sich mit seiner vehementen Haltung gegen eine Neuauflage der GroKo und für eine grundlegende Veränderung seiner Partei ins Rampenlicht gestellt.

Im Interview mit dem Berliner Magazin „Siegessäule“ gibt er nun Einblicke in sein Privatleben. Darin spricht der 28-Jährige erstmals auch offen über seine Homosexualität.

Dass sich der frühere Berliner Bürgermeister Klaus Wowereit 2001 outete, sei für ihn „ein ganz wichtiger Fixpunkt“ gewesen, so Kühnert. „Er hat etwas gemacht, was ich vorbildhaft finde: in die Offensive gehen“, sagte er. Wenn man mit sich selbst klar sei, falle es leichter, Angriffe abzuwehren.

Kühnert bezeichnet Wowereits Outing als Meilenstein

Wowereits Aussage „Ich bin schwul und das ist auch gut so“ sei ein Meilenstein für Kühnert gewesen. Er war zwar erst elf, als Wowereit das gesagt hatte: „Aber es hat definitiv einen großen Platz im kollektiven Gedächtnis.“

Juso-Chef Kühnert: Von Zwergen zu Riesen

Damit machte Kühnert eine Anspielung auf den CSU-Landesgruppenchef Alexander Dobrindt, der von einem "Zwergenaufstand" in der SPD gegen die große Koalition gesprochen hatte.
Juso-Chef Kühnert: Von Zwergen zu Riesen

Seine eigene Karriere lässt er in dem „Siegessäule“-Interview aber noch offen. Politik sei sein Hobby, wie er sagt. Es nehme seit vielen Jahren seinen kompletten Alltag ein. „Und so wie andere Leute auch könnte ich mir vorstellen, mein Hobby zum Beruf zu machen, denn nichts mache ich lieber.“ Mandate oder Ministerposten seien für ihn aber keine Voraussetzung.

Zudem sei die Zukunft der SPD derzeit wichtiger als seine eigene. „Im Moment sind wir in der SPD eher am Kämpfen, dass unsere Partei in Zukunft überhaupt noch geile Jobs zu vergeben hat“, sagte er. „Wir stehen an einem Scheideweg.“ (bekö)

 
 

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