Kevin Kühnert nach Europawahl mit erster Reaktion – und einer deutlichen Botschaft

Kevin Kühnert äußert sich nach der verlorenen Europawahl mit einer klaren Botschaft.
Kevin Kühnert äußert sich nach der verlorenen Europawahl mit einer klaren Botschaft.
Foto: dpa

Kevin Kühnert galt seit seinem Engagement für die No-GroKo-Bewegung in der SPD als wichtiger Hoffnungsträger der Partei. Doch auch er konnte die historische Klatsche, die die SPD bei der Europawahl kassiert hat, nicht verhindern. Kaum mehr als 15 Prozent holte die einst stolze Volkspartei. Damit liegt die SPD deutlich hinter der der CDU (28,4 Prozent) und auch klar hinter den Grünen (20,7 Prozent).

Kevin Kühnert wollte keine Personaldebatten

Wie geht es nun mit der SPD weiter? Parteichefin Nahles gilt, da die SPD auch die Bürgerschaftswahl in Bremen verloren hat, als angezählt. Und was sagt Kühnert dazu? Vor der Wahl erteilte er Personaldebatten innerhalb der SPD eine klare Absage.

+++ Kevin Kühnert spricht im DERWESTEN-Interview: „Das ist eine Entscheidung, die man nicht mal eben trifft +++

Im Interview mit DER WESTEN sagte Kühnert: „Es wäre schön, wenn das jetzt alle anderen auch so handhaben würden. Ich habe absolut kein Verständnis dafür, dass wir uns wenige Tage vor einer Wahl sowas leisten. Ich mache im Wahlkampf über 70 Veranstaltungen und hätte gar nicht die Zeit dazu, mich mit solchen Spielchen auseinanderzusetzen.“

Kühnert äußert sich auf Twitter zur Niederlage der SPD

Unmittelbar nach der Europawahl war Kühnert erstaunlich still, stellte sich am Wahlabend nicht den Reportern und Journalisten.

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Anstatt dessen twitterte er eine erste Stellungnahme. „Think about it“, schrieb Kühnert und stellte dazu zwei Grafiken. Darin wird das schlechte Abschneiden der SPD bei den jungen Wählern zusammenfasst. Gerade einmal zehn Prozent holte die SPD bei Wählern unter 30 – die Grünen hingegen 33 Prozent.

SPD mit schlechtem Abschneiden bei jungen Wählern

Unter Erstwählern schneidet die SPD sogar noch dramatischer ab. Hier holte die einstige Volkspartei gerade einmal sieben Prozent – und steht damit hinter den grünen (36 Prozent), der CDU/CSU (11), der Partei (9), der Linken (8) und der FDP (8). Kühnert Botschaft ist klar: die SPD muss den jungen Menschen in Deutschland wieder ein Angebot machen. (fel)

 
 

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