Kevin Kühnert: Dieter Nuhr macht sich über Juso-Chef lustig – der schießt knallhart zurück

Jusos-Chef Kevin Kühnert (29).
Jusos-Chef Kevin Kühnert (29).
Foto: imago images / photothek

Comedian Dieter Nuhr macht sich in der aktuellen Folge seiner Show „Nuhr im Ersten“ über Kevin Kühnert lustig. „Pausbäckiger Studienabbrecher“ nennt Nuhr Kevin Kühnert in seiner Show: „Die Welt diskutiert über ihre Zukunft, über Bio-Diversität, CO2-Reduktion, geostrategische Konzepte, aber in Deutschland diskutiert man mit einem pausbäckigen Studien-Abbrecher über die Enteignung von BMW“.

Dieter Nuhr über Kevin Kühnert: „Ungelernter Kevin“

Doch Nuhr geht noch weiter, formuliert spitz: „Aber das ist Demokratie, wenn nicht Experten diskutieren, sondern ein ungelernter Kevin, der nichts von der Welt kennt, außer seinen Parteiapparat“.

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Das ist Kevin Kühnert:

  • 1989 in Berlin (West) geboren
  • 2005 trat er in die SPD ein
  • 2012 bis 2015: Landesvorsitzender der Jusos Berlin
  • 2015 bis 2017: Stellvertretender Bundesvorsitzender der Jusos
  • Seit 2017: Bundesvorsitzender der Jusos
  • Er ist Fan des FC Bayern München

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Dieter Nuhr zieht über Kevin Kühnert her – der reagiert mit einem Tweet

Nuhr bezieht sich damit auf die Ausbildungsbiographie von Kühnert: Ein Studium der Publizistik hatte er abgebrochen, ein zweites Studium ruht seit seiner Wahl zum Vorsitzenden der Jusos.

Kevin Kühnert, dem man zumindest keine mangelnde Schlagfertigkeit vorwerfen kann, reagierte mit einem Tweet Nuhrs Satire: „Mein Lieblingssatz von Dieter Nuhr war immer der mit 'Fresse halten'", schreibt er – und bezieht sich auf ein geflügeltes Wort von Dieter Nuhr, seinen Standardsatz, der es längst zum Klassiker gebracht hat: "Wenn man keine Ahnung hat, einfach mal die Fresse halten.“

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Nutzer stehen auf Kühnerts Seite

Viele Twitter-Nutzer goutieren den Tweet des Jusos-Chefs und haben wenig Verständnis für den Nuhr-Gag:

  • „Dieter Nuhr ist doch schon lange nur noch Steigbügelhalter für besorgte Dieselbürger und Menschen, die Angst vor Veganern haben. In seinen jüngsten Beiträgen faselte er teils unhaltbaren Unsinn und scheint nun unter die Verkehrsesoteriker gegangen zu sein“.
  • „Bei dem Typen läuft schon seit einiger Zeit was schief. Aber das kommt davon, wenn man schon seit Jahren gegen die Bedeutungslosigkeit ankämpfen muss. Nuhr war schon immer zweitklassige, wird nur noch schlimmer mit der Zeit“.
  • „Bei dem müssen Sie irgendwas massiv getriggert haben. Voll peinlich der Typ“.

Jusos-Chef sorgt immer wieder für Schlagzeilen

Seit 2017 ist Kevin Kühnert der Bundesvorsitzende der Jusos.

Zuletzt hatte er mit Sozialismus-Thesen für Schlagzeilen gesorgt. In einem Interview hatte er vorgeschlagen, große Konzerne zu kollektivieren.

Dabei fiel auch der Name BMW: Die Frage, ob er sich eine solche Kollektivierung auch beim bayrischen Autobauer vorstellen könne, bejahte Kühnert.

Kevin Kühnert: Rückendeckung aus der Gewerkschaft

Manche Politiker - auch aus den eigenen Reihen - verurteilten Kühnert dafür, nannten seine Ideen „Spinnerei“. Der Sprecher des Seeheimer Kreises der SPD etwa twitterte: „Was für ein grober Unfug. Was hat der geraucht? Legal kann es nicht gewesen sein.“

BMW-Betriebsratschef Manfred Schoch nannte die Forderungen des Juso-Chefs „unbegreiflich“.

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Das ist Dieter Nuhr:

  • 29. Oktober 1960 in Wesel geboren
  • 1981 bis 1988: Lehramtsstudium in Essen
  • Erste Kabarett-Auftritte in den 80ern
  • 1998: Deutscher Kleinkunstpreis
  • Seit 2011 "Nuhr im Ersten" in der ARD

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Andere gaben ihm Rückendeckung. Katarina Barley etwa, die als SPD-Spitzenkandidatin bei der Europawahl antritt, nannte Kühnerts Aussagen einen Anstoß zur Diskussion: „Die Aufgabe eines Juso-Chefs ist es, zu provozieren oder Visionen in den Raum zu stellen.“ Ähnlich äußerte sich DGB-Chef Reiner Hoffmann: Er bezeichnete die Aussagen von Kevin Kühnert als „wichtigen Diskussionsbeitrag“.

Der SPD-Vizevorsitzende Ralf Stegner schrieb mit Blick auf den umstrittenen neuen Chef der CDU-nahen JU, Tilman Kuban, via Twitter: „Man muss nun wahrlich nicht alle Positionen teilen, aber mir ist ein Juso-Chef, der links von der SPD steht, allemal lieber als eine Junge Union, die ihre Mutterpartei noch rechts überholt.“

>>>hier erfährst du mehr über Kühnerts Sozialismus-Thesen

 
 

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