Katholischer Glaubenshüter kritisiert Menschenrechtsbeauftragten Löning

Der oberste Glaubenshüter der katholischen Kirche, Erzbischof Gerhard Ludwig Müller hat den Menschenrechtsbeauftragten der Bundesregierung scharf kritisiert. Markus Löning hatte auf seiner Facebook-Seite den Spruch „Zu dumm, die Wissenschaft zu verstehen - versuch’s mit Religion!“ gepostet.

Regensburg. Der oberste katholische Glaubenshüter, Erzbischof Gerhard Ludwig Müller, hat den Menschenrechtsbeauftragten der Bundesregierung, Markus Löning (FDP), scharf kritisiert und sich indirekt für seinen Rücktritt ausgesprochen. Löning sei „ein Mann am falschen Platz“, sagte der Präfekt der Glaubenskongregation und warf dem FDP-Politiker „schreiendes Fehlverhalten“ vor.

Löning hatte auf seiner Facebook-Seite den Spruch „Too stupid to understand science - Try religion!“ (Zu dumm, die Wissenschaft zu verstehen - versuch es mit der Religion) verbreitet. Anschließend soll er laut Medienberichten unter anderem gesagt haben, er habe die Toleranz von gläubigen Menschen prüfen wollen.

Müller sprach von einem „totalen Widerspruch“. Ein Menschenrechtsbeauftragter verletze die Menschenwürde gläubiger Menschen und wolle sich auch noch damit rechtfertigen, „dass er diejenigen, die er beleidigt, jetzt auch noch testen will“. Auch der evangelische Berliner Landesbischof Markus Dröge hatte dem FDP-Politiker eine Abwertung religiösen Denkens vorgeworfen. Löning hat den Eintrag inzwischen gelöscht. (dapd)