Karstadt-Eigner will stark in Einzelhandel investieren

Essen.  Der österreichische Karstadt-Eigner René Benko will den deutschen Einzelhandel aufmischen. Seine Firma Signa Retail habe „den klaren Auftrag, ein Einzelhandelsportfolio mit einem zweistelligen Milliarden-Umsatz aufzubauen“ sagte Karstadt-Chef Stephan Fanderl dieser Zeitung. Fanderl ist zugleich Geschäftsführer bei Signa Retail.

Die Karstadt-Häuser sowie die Sport- und Luxuswarenhäuser kamen zuletzt insgesamt auf einen Jahresumsatz von weniger als drei Milliarden Euro. Der bisher eher als Immobilienmanager bekannte Benko will demnach sein Einzelhandelsgeschäft in Deutschland mehr als verdreifachen.

Fanderl trat damit Befürchtungen entgegen, Benko könne ein saniertes Karstadt bald wieder verkaufen wollen. Die Warenhauskette hatte im vergangenen Geschäftsjahr 2014/2015 erstmals seit Jahren wieder einen operativen Gewinn in Höhe eines zweistelligen Millionenbetrags erzielt.

Nach Angaben Fanderls gibt es „nur noch unter zehn Filialen, die Geld verlieren. Alle anderen liefern wieder ein positives Ergebnis“. Vor Jahresfrist war noch die Rede von 28 defizitären Karstadt-Häusern.

Wie Signa Retail den gewaltigen Umsatzsprung in Milliardenhöhe erreichen will, bleibt offen.

 
 

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