Karlsruhe prüft Teilnahme Deutscher am Ukraine-Krieg 

Militärs ohne Hohheitsabzeichen. Mehr als 100 Deutsche sollen zur Unterstützung der prorussischen Separatisten in den Kampf gezogen sein.
Militärs ohne Hohheitsabzeichen. Mehr als 100 Deutsche sollen zur Unterstützung der prorussischen Separatisten in den Kampf gezogen sein.
Foto: dpa/Archiv
Sind Deutsche an den Kämpfen in der Ostukraine beteiligt? Die Bundesanwaltschaft gehe allen Hinweisen nach, heißt es in Karlsruhe.

Karlsruhe.. Die mögliche Beteiligung von Deutschen an Kämpfen in der Ostukraine beschäftigt die Bundesanwaltschaft. Die Behörde habe diesbezüglich einen Prüfvorgang angelegt, sagte eine Sprecherin der Bundesanwaltschaft am Montag der Deutschen Presse-Agentur. Ein Ermittlungsverfahren führt die Behörde von Generalbundesanwalt Harald Range nicht. Einem Zeitungsbericht zufolge sollen mehr als 100 Deutsche zur Unterstützung der prorussischen Separatisten in den Kampf gezogen sein.

Die «Welt am Sonntag» meldete aus Sicherheitskreisen, bei den deutschen Staatsbürgern handele sich meist um Russlanddeutsche, viele seien ehemalige Bundeswehrsoldaten. Das deutsche Verteidigungsministerium hat nach eigenen Angaben keine Informationen, dass in der Ostukraine ehemalige Bundeswehrsoldaten im Einsatz sind oder waren. Das Auswärtige Amt erklärte dazu, es habe «keine belastbaren eigenen Erkenntnisse» über deutsche Staatsangehörige, die in der Ostukraine kämpfen.

Die Bundesanwaltschaft gehe zwar allen Hinweisen nach, hieß es in Karlsruhe. «Zureichende tatsächliche Anhaltpunkte» für eine in die Zuständigkeit der Ermittler fallende Straftat lägen bislang aber nicht vor. Weitere Angaben machte die Behörde nicht. (dpa)

 
 

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