Karl Lauterbach: SPD-Politiker wird von IHM stark kritisiert und reagiert nun – „Wirft mir Populismus vor“

Karl Lauterbach: Der SPD-Politiker ist derzeit sehr präsent. (Symbolbild)
Karl Lauterbach: Der SPD-Politiker ist derzeit sehr präsent. (Symbolbild)
Foto: imago images / Christian Spicker

Karl Lauterbach ist derzeit ein gefragter Mann – zumindest wenn man auf die Anzahl der Auftritte in Talkshows guckt. Durch die Corona-Pandemie rückt der SPD-Politiker deutlich stärker in den Fokus.

Dabei nimmt er auch kein Blatt vor den Mund, wenn es um Kritik geht. Nun musste Karl Lauterbach für eine getätigte Aussage aber selber ordentlich einstecken.

Karl Lauterbach: SPD-Politiker kritisiert Großereignis

Bereits als es um die Aufnahme des Spielbetriebs in der 1. Fußballbundesliga nach der Aussetzung aufgrund der Corona-Pandemie ging, hatte sich Karl Lauterbach klar positioniert und ordentlich Kritik geübt. Nun stand erneut ein Sportereignis bei ihm im Fokus. Um Fußball ging es dabei allerdings nicht, sondern um Handball.

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Mehr über SPD-Politiker Karl Lauterbach:

  • Der SPD-Politiker sitzt seit 2005 im Bundestag
  • Er stammt aus Düren (NRW)
  • Zuerst war er Mitglied der CDU, wechselte dann aber 2001 zur SPD.
  • Vor seiner politischen Karriere war er Arzt sowie Professor für Gesundheitsökonomie an der Universität zu Köln.
  • Seine Kandidatur als SPD-Vorsitzender im Duo mit Nina Scheer scheiterte 2019. Sie kamen mit 14,6 Prozent nur auf den vierten Platz.
  • Lauterbach ist Vater von fünf Kindern.

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Derzeit findet nämlich in Ägypten die Handball-Weltmeisterschaft statt. Das Turnier war von unterschiedlichen Seiten kritisiert worden. Mehrere Spiele – unter anderem eins der deutschen Mannschaft – mussten ausfallen, da das Team aus Kap Verde aufgrund von Corona nicht genügend Spieler zur Verfügung hatte. Andere Mannschaften waren deswegen erst gar nicht angereist.

Karl Lauterbach: „Falsches Turnier zu dieser Zeit“

Auch Gesundheitsexperte Karl Lauterbach sparte nicht an Kritik. Für ihn sei die Handball WM ein „falsches Turnier zu dieser Zeit“. Die WM in Ägypten mache ihm „wesentlich mehr Sorgen“ als die Geisterspiele in der Fußball-Bundesliga.

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Eine Reaktion ließ nicht lange auf sich warten. So reagierte DHB-Vizepräsident Bob Hanning sehr zeitnah auf Karl Lauterbachs Aussagen und warf diesem Populismus vor. „Für Karl Lauterbach geht es scheinbar darum, seinen Marktwert in Talkshows zu steigern“, kritisierte er nun seinerseits den SPD-Politiker. „Und wenn ich 20 Mal was sage, liege ich auch hin und wieder richtig, mache mich aber unglaubwürdig und verpasse, meinem eigentlichen Beruf nachzugehen.“

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Handball könne man eben nicht im Homeoffice spielen. Es sei wichtig und richtig, dass die Sportler ihrem Beruf nachgehen würden, so Hanning weiter.

Karl Lauterbach: SPD-Politiker reagiert erneut

Wie nicht anders zu erwarten, ließ Lauterbach diese harte Kritik an seiner Person nicht einfach im Raum stehen. Via Twitter äußerte er sich zu den Vorwürfen.

„DHB Vize Präsident Hanning wirft mir Populismus vor. Was ist populär an meiner Position, dass Handball in Ägypten, mit vielen Corona-Spielausfällen, jetzt falsches Signal setzt?“, fragte der Politiker. Er selbst wünsche sich jeden Tag, dass risikofreier Sport wieder möglich wäre, so Lauterbach.

Ob das Kapitel damit beendet ist, bleibt abzuwarten. (gb mit dpa)

 
 

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