Karl Lauterbach schlägt wegen Corona-Mutation Alarm – „Schützt gar nicht“

SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach schlägt wegen der Corona-Mutation Alarm.
SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach schlägt wegen der Corona-Mutation Alarm.
Foto: IMAGO / photothek

Die Sorge um die Corona-Mutation B135 aus Südafrika scheint nicht unbegründet zu sein. Karl Lauterbach schlägt nun erneut Alarm. Und präsentiert auch einen möglichen Lösungsvorschlag.

Am Mittwoch wurde der Lockdown in Deutschland erneut bis zum 7. März verlängert. Der Inzidenzwert ist zwar am Samstag auf 60,1 in der Bundesrepublik gefallen. Dennoch ist die Gefahr wegen der neuen Mutante groß. Einzelne Hotspots gibt es in Europa schon. Dabei soll mit aller Kraft verhindert werden, dass diese sich weiter ausbreiten. Auch Karl Lauterbach betont diese Notwendigkeit.

Karl Lauterbach schlägt wegen Corona-Mutation Alarm – „Schützt gar nicht“

„Man kann gar nicht genug betonen, wie wichtig es ist, die Südafrika Variante B135 mit allen Mitteln zu verhindern“, schreibt der SPD-Gesundheitsexperte am Samstag bei Twitter.

Er fasst noch einmal die Erkenntnisse der Wissenschaft kurz zusammen. Demnach schütze der AstraZeneca-Impfstoff gar nicht gegen die Mutation. Auch eine bisherige Infektion „schützt gar nicht. Antikörper schützen gar nicht“, zählt er ebenfalls auf.

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Und auch die Wirkung der anderen Impfstoffe werde nur auf 50 bis 60 Prozent geschätzt, macht der Experte deutlich. Auch eine Kombi aus vorherigen Erkrankung und Impfung helfe da nicht. Das verdeutlicht er anhand einer Grafik der Universität in Johannesburg (Südafrika), die veranschaulicht, dass die Impfung eine Ansteckung nicht verhindert.

Französischer Corona-Patient schwebt nach zweiter Infektion in Lebensgefahr

Auch in Frankreich sorgt ein Patient für Beunruhigung. Obwohl sich ein Mann (58) schon mit dem Coronavirus infiziert hatte und nach milden Symptomen wieder genesen war, schwebt er nun nach einer Infektion mit der Virus-Variante B.135 in Lebensgefahr. „Dieser Fall illustriert die Tatsache, dass die südafrikanische Variante für eine schwere Reinfektion nach einer ersten milden Infektion“ mit dem klassischen Coronavirus verantwortlich sein kann, erklärten die französischen Autoren einer in dieser Woche im Fachmagazin „Clinical Infectious Diseases“ veröffentlichten Studie.

„Das kann ein Riesenproblem in nächsten Monaten werden“, prognostiziert Lauterbach. Eine Welle könne in den nächsten Monaten über alle hereinbrechen - sowohl über Geimpfte als auch Nicht-Geimpfte.

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Seine Sorge gilt vor allem der Tatsache, dass es, wenn nach der Impfung der Älteren eine Lockerung vorgenommen werde, zu einer geringeren Vorsicht führen könne.

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Fakten über Karl Lauterbach (SPD):

  • Vor der Corona-Krise war die Fliege sein Markenzeichen.
  • Nach der Grundschule besuchte er zunächst eine Hauptschule, startete dann aber voll durch und wurde Professor.
  • Lauterbach war früher Mitglied der CDU, trat aber 2001 der SPD bei.
  • Allein 2020 war Lauterbach 17-mal zu Gast in der ZDF-Talkshow Markus Lanz.
  • Er ist für ein Verbot von Tabakwerbung, aber für eine Legalisierung von Marihuana.

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Deshalb schlägt er vor, regelmäßig Antigen-Selbsttestungen durchzuführen. Denn damit, ist er überzeugt, könne eine Herdenimmunität erreicht werden - bei der Voraussetzung, dass jeder zwei Mal pro Woche getestet werde. „Hier muss maximal jetzt investiert werden“, macht er klar.

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Erst kurz vor dem Bund-Länder-Gipfel am vergangenen Mittwoch hatte Karl Lauterbach vor verfrühten Lockerungen gewarnt. Seine Argumente kannst du hier nachlesen >>> (js)