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Karl Lauterbach: „Riesenfehler“ – Politiker leistet sich dieselbe Panne wie Baerbock

Karl Lauterbach: Das ist der Corona-Mahner

Seit der Corona-Pandemie ist Karl Lauterbach Dauergast in den Talkshows von ARD und ZDF. Wir stellen den SPD-Politiker vor.

Dem SPD-Gesundheitsminister Karl Lauterbach ist ein Fehler unterlaufen, für den er nun geradestehen will.

Auf seinem Twitter-Profil hat der Politiker Versäumnisse bei der Meldung von Nebeneinkünften an den Bundestag öffentlich gemacht. Dieses Geld will er nun in eine gute Tat investieren.

Karl Lauterbach versäumt Meldung von Nebeneinkünften

Damit die Bürger wissen, von wem ihre Volksvertreter Geld erhalten, veröffentlicht der Bundestag regelmäßig Angaben zu den Nebeneinkünften der Abgeordneten in Deutschland. Doch der ein oder andere Politiker zeigt sich bei der Meldepflicht gerne mal vergesslich – so auch Karl Lauterbach.

„Mit 2 Monaten Verspätung habe ich Buchhonorarvorschuss vom 12/2020 an Bundestag gemeldet“, schrieb der SPD-Gesundheitsminister in der Nacht zum Montag auf Twitter.

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Das ist Karl Lauterbach:

  • geboren am 21. Februar 1963 in Düren
  • deutscher Politiker, Mediziner und Gesundheitsökonom
  • SPD-Politiker und seit 2005 im Deutschen Bundestag
  • seit Ausbruch der Corona-Pandemie tritt er regelmäßig als Experte zu diesem Thema auf

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Damit gibt Karl Lauterbach ein Versäumnis zu, welches er nun wiedergutmachen möchte.

„Dabei fiel meinem Büro auf, dass alle Nebeneinnahmen aus 2018/19, 17.850 € für vier Vorträge noch nicht gemeldet waren. Riesenfehler, für den ich geradestehe: 17.850 € spende ich für Indien“, fügt der Abgeordnete anschließend hinzu.

Darunter teilte Karl Lauterbach eine Spendenbestätigung über 3.000 Euro des UN-Kinderhilfswerks UNICEF. Indien ist derzeit von der Corona-Krise besonders gebeutelt.

Karl Lauterbach spendet Geld an Indien und löst damit eine Diskussion aus

Seinen Follower auf Twitter kam der Spendenschein in Höhe von nur 3.000 Euro anstatt 17.850 Euro zunächst spanisch vor. Der Beitrag löste bei Twitter angeregte Diskussionen aus.

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Am frühen Morgen ergänzte Karl Lauterbach daher in seinem Post, dass das Geld gesetztesgemäß versteuert worden sei. Die von ihm verbreitete Quittung beziehe sich nur auf 3.000 Euro, weil das die Obergrenze für eine Spende ist. Der Rest des Betrages komme dann am Dienstag.

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Mit seinem Meldeversäumnis steht der SPD-Politiker nicht alleine da.

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In der vergangenen Woche hatte bereits Grünen-Chefin Annalena Baerbock zugegeben, dass Sonderzahlungen ihrer Partei von mehr als 25.000 Euro aus den vergangenen Jahren verspätet gemeldet wurden.

Kurz nachdem dies öffentlich wurde, meldete auch der Grünen-Abgeordnete Cem Özdemir Weihnachtsgeld für mehrere Jahre aus seiner Zeit als Parteichef nach.

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(dpa/mkx)