Karin Strenz: „Die Partei“ spottet über ihren Tod – „Wie ekelhaft muss man sein?“

Karin Strenz mit Kanzlerin Merkel bei einem CDU-Wahlkampfauftritt.
Karin Strenz mit Kanzlerin Merkel bei einem CDU-Wahlkampfauftritt.
Foto: picture alliance / Jens Büttner/dpa-Zentralbild/dpa | Jens Büttner

Der plötzliche Tod der CDU-Bundestagsabgeordneten Karin Strenz im Alter von nur 53 Jahren sorgte für Betroffenheit.

Karin Strenz war auf einem Flug von Kuba nach Frankfurt kollabiert und dann verstorben. Nun sorgt die Satirepartei „Die Partei“ mit einem Plakat zu dem Ableben der CDU-Politikerin für empörte Reaktionen.

Karin Strenz: CDU-Abgeordnete verstirbt auf dem Rückflug von Kuba

Am Sonntag befand sich Karin Strenz auf dem Rückweg von Kuba nach Deutschland, als sie aus noch unbekannten Gründen das Bewusstsein verlor. Die Maschine ist dann in Irland notgelandet. Im Krankenhaus sei dort der Tod der Politikerin festgestellt worden. Weiter hieß es, Strenz sei nicht dienstlich unterwegs gewesen.

+++ Anne Will (ARD): Merkel setzt Ministerpräsidenten Pistole auf die Brust – dann stellt sie Laschet bloß +++

Eine Obduktion soll die näheren Umstände im Todesfall Strenz klären.

---------------

Mehr über Katrin Strenz:

  • Vor ihrer politischen Karriere war die 53-Jährige Sonderschullehrerin und Angestellte in einem Import- und Großhandelsunternehmen.
  • Neben ihrem Bundestagsmandat war sie selbständige Unternehmensberaterin und vermittelte Immobilien.
  • Im Bundestag saß sie im Verteidigungsausschuss.
  • Die Christdemokratin war seit 1995 verheiratet.

---------------

Karin Strenz tot: „Die Partei“ veröffentlich Plakat

Für „Die Partei“ scheint der Tod der CDU-Abgeordneten einen neuen Angriffspunkt auf die etablierten Parteien darzustellen. Bereits am 22. März postete „Die Partei Berlin“ auf Twitter ein Plakat, welches Karin Strenz und den Schriftzug „Get rich or die tryin'“ (Übersetzt: Werde reich oder stirb bei dem Versuch“) zeigt.

---------------

Weitere Politik-News:

---------------

Hintergrund für dieses Plakat ist eine Korruptionsaffäre, in die Strenz verstrickt gewesen sein soll. Bereits im Januar 2020 hob der Bundestag ihre Immunität auf, die Staatsanwaltschaft durchsuchte am selben Tag ihre Wohnung und ihr Büro.

Der CDU-Frau aus Mecklenburg-Vorpommern wird vorgeworfen, Bestechungsgelder einer aserbaidschanischen Lobbygruppe kassiert zu haben.

Karin Strenz tot: „Die Partei“ sorgt mit diesem Plakat für heftige Reaktionen

Auf Twitter zeigten sich viele User von dem geposteten Plakat geschockt. „Wie ekelhaft muss man sein, um den Tod eines Menschen für einen Meme zu benutzen“, kommentierte beispielsweise ein User. Sie sei „das Letzte“, ein weiterer. „Löscht euch einfach endlich aus dem Parteienverzeichnis und macht Stand-Up, wenn ihr so sehr auf niveaulose Punchlines setzt“, lautete ein weiterer Kommentar. Ein anderer empörte sich: „Fand euch mal cool....aber ihr seid nur noch widerwärtig.“ Andere finden es schlicht „pietätlos“.

Insgesamt überwog die Anzahl der Kommentare, welche das Plakat mit Karin Strenz als unangebracht und respektlos einsuften.

Eines hat „Die Partei Berlin“ damit aber sicher erreicht: Aufmerksamkeit. Während viele andere Posts der Seite nur wenig kommentiert wurden, erreichte dieser Post mehr als 60 Kommentare. (gb mit dpa)