Jetzt gerät auch von der Leyen in der G36-Affäre unter Druck

Berlin..  Auch Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) gerät in der Affäre um das umstrittene Sturmgewehr G36 nun unter Druck. Nach Informationen der „Süddeutschen Zeitung“ hat es in der Bundeswehr bereits vor einem Jahr eine Initiative zur Verbesserung des Gewehrs gegeben, die wegen weiterer Untersuchungen zunächst zurückgestellt wurde. Der „Spiegel“ berichtete aus einem Entwurf für einen Rechnungshofbericht vom April 2014, in dem massive Kritik am Verhalten des Ministeriums in der G36-Affäre geäußert wurde. Trotzdem setzte von der Leyen erst im Juli eine Expertengruppe zur Untersuchung der Probleme mit dem Sturmgewehr ein. .

Von der Leyen hatte trotzdem bereits Ende März nach Kenntnis der vorläufigen Ergebnisse erklärt, dass es ein Präzisionsproblem der Waffe bei hohen Temperaturen gebe. Nun soll geprüft werden, ob die rund 167 000 Gewehre dieses Typs in den Beständen der Bundeswehr ausgemustert werden müssen. Das G36 ist die Standardwaffe der Bundeswehr. Der Hersteller Heckler & Koch weist die Vorwürfe zurück und wirft dem Ministerium Rufschädigung vor. Das Verteidigungsministerium prüft nun doch eine Schadensersatzklage wegen möglicher Präzisionsprobleme beim Sturmgewehr G36 gegen Heckler & Koch. Das bestätigte ein Sprecher des Ministeriums gestern in Berlin.

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