Essen

Jeder Siebte ist von Armut bedroht

Die Gelsenkirchener Tafel: eine Anlaufstelle für Menschen, deren Einkommen zum Leben nicht reicht. Thersia Persich arbeitet ehrenamtlich hier. sie füllt Warenkörbe mit frisch gelieferten Milchprodukten.
Die Gelsenkirchener Tafel: eine Anlaufstelle für Menschen, deren Einkommen zum Leben nicht reicht. Thersia Persich arbeitet ehrenamtlich hier. sie füllt Warenkörbe mit frisch gelieferten Milchprodukten.
Foto: WAZ FotoPool

Essen. . Deutschland ist eine reiche Nation, doch längst nicht jeder profitiert vom Wohlstandsgefüge. Die Daten des Statistischen Bundesamtes belegen: Fast jeder siebte Bundesbürger ist von Armut bedroht.

Demnach lebten im Jahr 2007 rund 12,5 Millionen Menschen (15 Prozent der Bevölkerung) an der Armutsgrenze. Als armutsgefährdet gilt, wer über weniger als 60 Prozent des Einkommensdurchschnitts verfügt. In diesem Jahr liegt diese Grenze bei 19 200 Euro im Jahr.

Häu­fige Gründe: (Dauer-) Arbeitslosigkeit, Scheidungsfolgen. Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung sagt, junge Erwachsene (19- bis 25 Jahre) seien u. a. deshalb betroffen, weil viele von ihnen über schlecht bezahlte Praktika und prekäre Arbeitsverhältnisse in den Beruf einsteigen.

Eine weitere Risikogruppe sind größere Familien. Bei drei Kindern liege die Armutsgefahr bereits bei 22 Prozent, bei vier und mehr Kindern bei 36 Prozent. Bei Alleinerziehenden mit minderjährigen Kindern liegt die Armutsrate gar bei mehr als 40 Prozent.

 
 

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