Jäger beklagt Fehler bei Integration von Gastarbeitern

Landesinnenminister Ralf Jäger (SPD)
Landesinnenminister Ralf Jäger (SPD)
Foto: dpa/Archiv
NRW-Innenminister Jäger klagt über Fehler bei der Integration von Gastarbeitern. Dadurch hätten sich mitten in NRW Parallelgesellschaften gebildet.

Osnabrück/Düsseldorf.. Angesichts ausländischer Parallelgesellschaften in deutschen Großstädten hat NRW-Innenminister Ralf Jäger (SPD) integrationspolitische Versäumnisse beklagt. Man habe von den Gastarbeitern in Deutschland "viel zu lange gedacht, dass sie irgendwann wieder in ihre Heimat zurückkehren", sagte Jäger der "Neuen Osnabrücker Zeitung". Infolgedessen lebten Menschen "mitten in NRW, ohne Deutsch sprechen zu müssen. Daraus sollten wir für die Zukunft lernen".

Angesichts der zunehmenden Respektlosigkeit gegenüber Polizisten warnte Jäger vor einer "besorgniserregenden Tendenz zur Verrohung". Die "Aggressions-Spirale" drehe sich immer schneller. Alltägliche Einsätze wegen Ruhestörung oder Fahrzeugkontrollen könnten plötzlich eskalieren. "Das ist nicht hinnehmbar", betonte der SPD-Politiker.

Anfang Oktober hatte ein Vorfall in der Dortmunder Nordstadt für Empörung gesorgt, wo eine Gruppe von mehr als hundert Menschen Polizisten bedroht und angegriffen hatten. (epd)

 
 

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