Iran verbietet Straßenfeste nach Einigung im Atomstreit

Atomkraftwerk im Iran. Das geplante Atomabkommen soll sicherstellen, dass der Iran die Kernkraft zivil nutzen kann, ohne in den Besitz einer Atombombe zu kommen. Im Gegenzug sollen die Wirtschaftssanktionen des Westens schrittweise aufgehoben werden.
Atomkraftwerk im Iran. Das geplante Atomabkommen soll sicherstellen, dass der Iran die Kernkraft zivil nutzen kann, ohne in den Besitz einer Atombombe zu kommen. Im Gegenzug sollen die Wirtschaftssanktionen des Westens schrittweise aufgehoben werden.
Foto: Abedin Taherkenareh/Archiv
Sollte es am Dienstag zur Einigung im Atomstreit zwischen UN und Iran kommen, dürfen die Iraner nicht feiern: Das Innenministerium verbot Straßenfeste.

Teheran.. Das iranische Innenministerium werde nach einer möglichen Einigung im Atomstreit keine erneuten Straßenfeste zulassen. Weder die Regierung plane nach einem möglichen Abkommen eine Feier zu veranstalten, noch werde das Ministerium eine Erlaubnis für spontane Straßenfeste gewähren, sagte ein Sprecher des Ministeriums laut iranischen Medien am Montag.

Nach der Grundsatz-Einigung im April war es in der iranischen Hauptstadt Teheran zu spontanen Straßenfesten gekommen. Zehntausende feierten in der Nacht die Lausanner Einigung mit Hupkonzerten und dem Slogan "Ruhani, Sarif, wir danken Euch". Es gab auch "Obama, Obama" Sprechchöre. Auf die Straßen zog es hauptsächlich Jugendliche, die auch nach westlicher Musik tanzten.

Ein eventuelles Abkommen zwischen dem Iran und den fünf UN-Vetomächten sowie Deutschland ist für Dienstagnacht geplant. Am Mittwoch ist jedoch im Iran der Todestag des ersten schiitischen Imams Ali und daher ein religiöser Trauertag. Feierlichkeiten und besonders Musik und Tanz sind an diesem Tag strengstens untersagt. (dpa)

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