Iran hat nach eigenen Angaben ballistische Rakete getestet

Der Iran hat eine Rakete getestet (Symbolfoto).
Der Iran hat eine Rakete getestet (Symbolfoto).
Foto: Ebrahim Noroozi / dpa
Der Iran hat eine Rakete getestet, die mehrere Sprengköpfe tragen kann. Iranische Medien haben am Samstag über einen Test berichtet.

Teheran.  Nach eigenen Angaben hat der Iran eine neue ballistische Rakete erfolgreich getestet. Die Rakete des Typs Chorramschahr hat nach iranischen Medienangaben vom Samstag eine Reichweite von 2000 Kilometern und kann mehrere Sprengköpfe tragen.

Präsident Hassan Ruhani hatte am Freitag bei einer Militärparade in Teheran erklärt, dass der Iran trotz der Kritik aus den USA sein Raketenprogramm fortsetzen wolle. Dabei wurde auch ein e Rakete des Typs gezeigt, der nun getestet wurde. „Wir sind für Frieden in der Region und der Welt, aber für die Verteidigung unserer Sicherheit brauchen wir keine Erlaubnis“ von den USA, sagte er.

Trump bezeichnet Iran als „Schurkenstaat“

US-Präsident Donald Trump hatte in der Generaldebatte der Vereinten Nationen den Iran als „wirtschaftlich ausgelaugten Schurkenstaat“ bezeichnet, der Gewalt exportiere, und mit dem Ende des Atomabkommens mit der Islamischen Republik gedroht.

Man könne dieses mörderische Regime nicht so weitermachen lassen, erklärte er mit Blick auf die Kriege in Syrien und im Irak, in die sowohl der Iran als auch die USA involviert sind. Der iranische Führer Ajatollah Ali Chamenei hatte Trumps Rede als „billig, hässlich, dumm und unwahr“ zurückgewiesen.

Iran setzt aus Landesverteidigung

Teheran betont immer wieder, dass sein Militär- und Raketenprogramm lediglich der Verteidigung der eigenen Grenzen diene und keine Bedrohung für andere Länder sei. Außerdem seien die Raketen so konstruiert, dass sie keine Atomsprengköpfe tragen könnten. Sein Programm zur Entwicklung von Kernwaffen hat der Iran im Rahmen des internationalen Atomabkommens eingestellt.

Dennoch gibt es im Westen, besonders in den USA und Israel, Sorgen wegen der iranischen Mittelstreckenraketen. Mit ihrer Reichweite könnten sie jeden Ort in Israel treffen. Außerdem wird vor allem in Israel befürchtet, dass der Iran sein Atomprogramm wieder aufnehmen könne. (dpa)

 
 

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