Iran: Bundeswehr geht jetzt diesen drastischen Schritt – mit erheblichen Folgen: „Wir machen uns Sorgen“

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Die Lage im Iran spitzt sich allmählich zu: Wegen der Spannungen nach der Tötung des iranischen Top-Generals Ghassem Soleimani durch eine US-Drohne greift die Bundeswehr jetzt zu drastischen Maßnahmen.

Ein Teil der deutschen Bundeswehrsoldaten soll jetzt aus dem Nachbarland Irak abgezogen und nach Jordanien und Kuwait verlegt werden.

Iran: Bundeswehr verlegt Truppen

Vor allem die Standorte Bagdad und Tadschi würden „vorübergehend ausgedünnt“, wie Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) und Außenminister Heiko Maas (SPD) es in einem Schreiben an die Obleute im Bundestag formulierten.

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Heiko Maas sagte gegenüber dem ZDF zu aktuellen Lage im Iran: „Wir machen uns Sorgen. Wenn die internationalen Streitkräfte den Irak jetzt sehr schnell verlassen, wird der Anti-IS-Kampf beendet sein.“

Maas äußerte einen schlimmen Verdacht: Der SPD-Politiker befürchtet, dass der IS nun wieder erstarken könnte. Der Abzug der internationalen Streitkräfte werde in jedem Fall „zu einer großen Instabilität im Irak führen. Das kann eigentlich niemand wollen.“

Iran: Hunderte deutsche Soldaten betroffen

Die internationale Koalition gegen die Terrormiliz IS verlegt Berichten zufolge ihr Hauptquartier für den Einsatz „Operation Inherent Resolve“ nun teilweise nach Kuwait. Dies würde auch drei der in dem Hauptquartier eingesetzten Bundeswehrsoldaten betreffen.

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Iran-Konflikt:

  • Anfang Januar tötete eine US-Drohne den iranischen General Ghassem Soleimani
  • Mindestens weitere sieben Menschen starben bei dem Angriff
  • Soleimani galt den USA als Feind
  • Viele westliche Staaten sahen in ihm einen Unterstützer von Terroristen
  • Für viele Iraner hingegen war der 62-Jährige ein Held
  • Soleimani war ein Polit-Star mit hohen Zustimmungswerten aus der Bevölkerung - und eine Art Instagram-Star mit vielen Followern
  • Nach der Tötung gab es große Trauerzüge im Iran
  • Jetzt droht eine diplomatische Eskalation zwischen dem Iran und den USA
  • Ali Chamenei, religiöses Oberhaupt im Iran, kündigte Vergeltung

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Im zentralirakischen Militärkomplex Tadschi, 30 Kilometer nördlich von Bagdad, sind 27 Soldaten für die Ausbildung irakischer Kräfte im Einsatz, die nun verlegt werden. Insgesamt ist Deutschland mit 415 Soldaten an dem Einsatz beteiligt, darunter 120 im Irak.

Außenminister: „Nicht gegen den Willen der Regierung“

Das irakische Parlament hatte erst am Sonntag den Abzug der rund 5000 im Land stationierten US-Soldaten und aller übrigen ausländischen Truppen gefordert. Außenminister Heiko Maas betonte, dass die Bundeswehr nicht gegen den Willen der irakischen Regierung bleiben werde. „Es gibt keinen Staat, der Mitglied der Anti-IS-Koalition ist, der im Irak bleiben wird, wenn man dort nicht erwünscht ist“, so der SPD-Politiker. (pen, mit dpa)

 
 

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