Integrationsbeauftragte schickt Weihnachtskarte ohne „Weihnachten“ und alle rasten aus

Für ihre Grußkarte zu Weihnachten erntete Annette Widmann-Kauz scharfe Kritik. (Symbolbild)
Für ihre Grußkarte zu Weihnachten erntete Annette Widmann-Kauz scharfe Kritik. (Symbolbild)
Foto: imago/blickwinkel
  • Integrationsbeauftragte Annette Widmann-Mauz postete auf Facebook und Twitter das Bild einer Weihnachtskarte
  • Auf der Grußkarte fehlt jedoch das Wort „Weihnachten“
  • Dafür erntete die CDU-Politikerin scharfe Kritik seitens ihrer Kollegen und der Internet-Nutzer

Berlin. „Egal woran Sie glauben... wir wünschen Ihnen eine besinnliche Zeit und einen guten Start ins neue Jahr“ – diese netten Zeilen in einer Grußkarte haben für einen gewaltigen Shitstorm gesorgt.

Die Grußkarte ging von der Integrationsbeauftragten Annette Widmann-Mauz und schlug Wellen. Die Karte wurde von der Pressestelle der CDU-Politikerin verschickt.

Grußkarte von Annette Widmann-Mauz ohne das Wort „Weihnachten“

Auf der Grußkarte ist Widmann-Mauz mit ihrem Team zu sehen. Sie tragen Weihnachtsmützen und stehen vor einem festlich geschmückten Weihnachtsbaum.

Doch der wörtliche Gruß „Frohe Weihnachten“ fehlt. Stattdessen sei es egal, woran man in dieser Zeit glaube. Dafür erntete die Politikerin scharfe Kritik.

CDU-Kollegen empört über die Grußkarte von Widmann-Mauz

Die Empörung zeigte sich auch auf der Seite der CDU-Kollegen von Widmann-Mauz. Die Kollegen von Widmann-Mauz und die Internet-Community zeigen sich verständnislos, warum die CDU-Politikerin nicht ausdrücklich Christen zu Weihnachten gratuliert, obwohl sie Muslimen zu Ramadan und Juden zu Chanukka gratulieren konnte.

„Integrieren kann nur, wer eigene Werte nicht ausblendet, sondern sie überzeugt vertritt. Für mich ist die Zeit ausdrücklich nur deshalb ‚besinnlich‘, weil wir bald Weihnachten als christliches Fest feiern“, sagte Innenexperte Marc Henrichmann (42, CDU) gegenüber der BILD.

NRW-Ministerpräsident Armin Laschet findet Weihnachtsgrußkarte von Annette Widmann-Kauz falsch

Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet stellte am Mittwoch klar: „Ich halte es für eine pure Selbstverständlichkeit, dass man, wenn Weihnachten ist, nicht zu Season's Greetings oder was auch immer gratulieren will, sondern ein gesegnetes Weihnachtsfest wünscht.“ Laschet war von 2005 bis 2010 als Minister der NRW-Landesregierung für Integration zuständig gewesen.

Sevim Dağdelen, Migrationsexpertin und stellvertretende Fraktionsvorsitzende der Linken im Bundestag, kritisiert in der „Bild“: „Es ist bedauerlich, dass falsch verstandene Toleranz augenscheinlich dazu führt, dass Weihnachten, das Fest der Liebe, unsichtbar wird.“ Den Psychologen, Autoren und Islam-Experten Ahmad Mansour zitiert das Blatt mit den Worten: „Selbstbewusst ist anders! Selbstverständlich muss man Christen beglückwünschen können, vor allem als Politikerin und als Integrationsbeauftragte!“

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Tweet von Widmann-Mauz erntet böse Kommentare

Widmann-Mauz veröffentlichte zwar einen Tweet, in dem sie ausdrücklich „Fröhliche Weihnachten“ wünscht. Doch die Reaktionen darauf fallen alles andere als positiv aus.

So schreibt zum Beispiel ein Nutzer: „Soviel Dummheit muss Konsequenzen nach sich ziehen. Wissen Sie wofür das C in CDU steht?“

Ein anderer Nutzer zeigt sich traurig über das fehlende Selbstbewusstsein der CDU-Politikerin: „Es ist schon traurig, dass man sich scheinbar als Integrationsbeauftragte für „Weihnachten“ schämt... Aber schön, dass Feiertage anderer Glaubensgemeinschaften wenigstens noch politisch korrekt sind“.

Eine zweite Weihnachtskarte von der Integrationsministerin taucht auf

Neben der umstrittenen Grußkarte soll Widmann-Mauz aber noch eine zweite an ihre Kollegen aus Bundestag und CDU verschickt haben, wie die BILD berichtet. Diese trägt einen anderen Charakter.

„Öffnen wir unsere Herzen für das Geheimnis der Heiligen Nacht, für das Geheimnis der Liebe, dann scheint dieses Licht auch für uns“ und „Mit herzlichen Grüßen und den besten Wünschen für ein friedvolles Weihnachtsfest und ein gesegnetes Jahr 2019!“ steht unter anderem in der Grußkarte drin.

Bundesregierung äußert sich zu der Grußkarte

„Die Staatsministerin Widmann-Mauz begeht Weihnachten natürlich als die hohe christliche Feier, die es ist, und mehr ist dazu nicht zu sagen. Ihre persönliche Weihnachtskarte macht das auch klar“ sagte Regierungssprecher Steffen Seibert.

Eine offizielle Stellungnahme von Annete Widmann-Mauz bleibt bis jetzt noch aus.

 
 

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