In NRW sollen mehr zusammenhängende Biotope entstehen

In Nordrhein-Westfalen sollen durch das neue Naturschutzgesetz deutlich mehr zusammenhängende Biotope entstehen.
In Nordrhein-Westfalen sollen durch das neue Naturschutzgesetz deutlich mehr zusammenhängende Biotope entstehen.
Foto: imago/blickwinkel
Ein neues Gesetz zum Natur- und Artenschutz soll ab 2016 die Regeln zum Flächenverbrauch in NRW verschärfen. Die Fläche zusammenhängender Biotope im Land soll um 50 Prozent zunehmen.

Düsseldorf.. NRW-Umweltminister Johannes Remmel (Grüne) plant eine Neuausrichtung des Natur- und Artenschutzes mit möglicherweise gravierenden Auswirkungen auf die Bau- und Infrastrukturplanung vieler Städte. Ein neues „NRW-Naturschutzgesetz“, das die rot-grüne Regierung in Eckpunkten beschlossen hat und im Frühjahr 2016 in Kraft treten soll, sieht eine deutliche Stärkung des Umweltgedankens vor.

So soll es künftig nicht mehr möglich sein, die durch Besiedelung verbrauchte Fläche nur in gleicher Hektarzahl an anderer Stelle zu ersetzen. Die von der schwarz-gelben Vorgängerregierung geschaffene „1:1-Regelung“ werde gekippt. Verbrauchte Fläche soll „qualitativ gleichwertig“ ersetzt werden. Für gefällten Altwald müsste die dreifache Fläche Neuaufforstung nachgewiesen werden. Remmel: „Wir führen das Landesrecht nur auf Bundesnaturschutzrecht zurück“.

Deutlich aufgewertet werden wieder die Landschaftsbeiräte. Sie sollen ein aufschiebendes Widerspruchsrecht bei kommunalen Großvorhaben zurückerhalten. Schwarz-Gelb hatte die Macht der Landschaftsbeiräte eingeschränkt.

Darüber hinaus soll die „Verinselung“ von Naturräumen beendet werden. Remmel plant, die Fläche zusammenhängender Biotope in NRW von 10 auf 15 Prozent zu erhöhen. Das Land würde erstmals ein Vorkaufsrecht für alle Grundstücke in Naturschutzgebieten erhalten. Die Umwandlung von Wiesen und Weiden in Ackerland soll grundsätzlich verboten werden.

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