Hunderttausende demonstrierten in den USA gegen Trump

Hunderttausende protestieren bei "Women's March" gegen Trump

So wie in New York strömten am Samstag auch in Washington, Los Angeles, Chicago und rund 250 weiteren Städten die Teilnehmer zum "Women's March", der bereits vor einem Jahr die Massen mobilisiert hatte.

So wie in New York strömten am Samstag auch in Washington, Los Angeles, Chicago und rund 250 weiteren Städten die Teilnehmer zum "Women's March", der bereits vor einem Jahr die Massen mobilisiert hatte.

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Gegen Trump und gegen Sexismus richtete sich der „Women´s March“, der zur Amtseinführung Trumps stattfand. Nun folgte die Neuauflage.

New York.  Hunderttausende Menschen sind am ersten Jahrestag der Amtseinführung von US-Präsident Donald Trump in zahlreichen Städten der USA aus Protest gegen das Staatsoberhaupt auf die Straße gegangen. Vor allem in Metropolen wie New York, Los Angeles, Boston, Denver, Philadelphia und Washington aber auch in kleineren Städten versammelten sich die Menschen mit Schildern und rosafarbenen Strickmützen in Erinnerung auch an den „Women's March“, den Protest der Frauen, vor rund einem Jahr .

In Los Angeles kamen nach den Behörden zufolge rund 600.000 Menschen zusammen. Auch Hollywood-Stars wie Natalie Portman, Eva Longoria, Viola Davis und Scarlett Johansson mischten sich unter die Menge. Portman und Longoria gehören beide zu den Gründerinnen der Anti-Missbrauchsinitiative „Time’s Up“ und riefen in Reden dazu auf, bei den Kongresswahlen im November gegen Trump zu stimmen.

Staraufgebot in Los Angeles

Während ihr zwischenzeitlich Mila Kunis das Mikrofon hielt, hielt Johansson eine leidenschaftliche Rede, in der sie auch ihren Schauspielkollegen James Franco kritisierte, der von mehreren Frauen der Belästigung oder Nötigung bezichtigt wird.

In New York marschierten bei strahlendem Sonnenschein mehr als 100.000 Menschen an der Westseite des Central Park entlang bis zum Bryant Park mitten in Manhattan.

Bürgermeister Bill de Blasio kritisierte Trump in einer Rede an die Demonstranten scharf. „Man kann ein Land nicht anführen, indem man es spaltet.“ Viele Menschen hatten Plakate dabei. „Es gibt zu viele Probleme, dafür reicht der Platz auf meinem Schild nicht“, stand beispielsweise auf einem. Andere forderten gleiche Rechte für Männer und Frauen und protestierten gegen Rassismus.

Auch in europäischen Städten demonstrierten Tausende gegen Sexismus, etwa in London, Berlin, Paris, Barcelona, Oslo und Stockholm.

Trump: Sinn des Protestes offenbar nicht ganz verstanden

Trump kommentierte das Geschehen per Kurznachrichtendienst Twitter: „Wunderschönes Wetter überall in unserem großartigen Land, ein perfekter Tag zum Demonstrieren für alle Frauen“, schrieb der US-Präsident. „Geht raus und feiert den noch nie da gewesenen Erfolg und das Entstehen von Reichtum der letzten zwölf Monate.“

Trumps demokratische Gegnerin bei der Präsidentenwahl 2016, Hillary Clinton, schrieb derweil bei Twitter: „2017 war der Women's March ein Zeichen der Hoffnung und des Trotzes. 2018 ist er ein Beweis für die Stärke und Widerstandskraft von Frauen überall. Lasst uns dieselbe Stärke in diesem Jahr an den Wahlurnen zeigen.“

(dpa)

 
 

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