Hund wird in Innenstadt gegrillt: Dahinter steckt eine extreme Methode

Wie hier in Australien wurde auch in der Innenstadt von Jena eine Hunde-Attrappe gegrillt.
Wie hier in Australien wurde auch in der Innenstadt von Jena eine Hunde-Attrappe gegrillt.
Foto: Instagram screenshot

Diesmal ist Peta also auf den Hund gekommen. Als Mittel für die extreme Provokation. Vor einigen Tagen haben Aktivisten der Tierrechtsorganisation mitten in der Innenstadt von Jena einen Hund auf dem Grill geröstet: Der Hund war nicht echt, die anschließende Entrüstung schon. >>>hier mehr dazu

Mit der Aktion hat Peta mal wieder für viel Aufsehen gesorgt. Kritiker sagen: Mit Haudrauf-Performances wie dieser schaden die selbsternannten Tierrechtler dem eigenen gutgemeinten Anliegen.

Hund gegrillt: "Alle Tiere leiden gleich"

Peta wollte mit dem gegrillten Hund Passanten dazu bringen, ihren eigenen Fleischkonsum zu überdenken. Die provokante Frage der Aktivisten: „Wenn Sie keinen Hund essen würden, warum dann ein Schwein?“ Und weiter: „Es macht keinen Unterschied, ob das Fleisch auf unseren Tellern von einem Huhn, Rind oder Hund stammt – denn alle Tiere leiden gleich.“

+++ Hund wird in Innenstadt gegrillt – und die Bürger rasten aus: „Ihr seid doch alle nicht ganz dicht“ +++

Mit der Aktion löste Peta indes vornehmlich Abscheu aus - nicht gegen Fleischkonsum, sondern gegen die extremen Marketingmethoden von Peta.

Nackte Menschen und Promis auf Plakaten

Darin sind die Aktivisten in der Tat höchstprofessionell. Ihre Aktionen sind immer grell, knallig, gern garniert mit nackten Menschen, die größtmögliche Aufmerksamkeit garantieren sollen.

Viele Promis unterstützen Peta, auch in Deutschland: Bill und Tom Kaulitz von "Tokio Hotel" haben ihre Gesichter schon auf Peta-Plakaten gezeigt, ebenso Komikerin Mirja Boes.

Andere kritisieren Peta recht deutlich. Moderatorin Sonja Zietlow etwa sagte mal in einem Interview über Peta: "Die sind mir zu fanatisch, zu aggressiv, zu intolerant."

Geschmackloser Kommentar zu Karl Lagerfeld

Den Höhepunkt der Kritik erreichte Peta vor einigen Jahren mit einer höchst umstrittenen Plakataktion: Massentierhaltung verglichen die Tierrechtler mit dem Holocaust.

Und zuletzt kommentierte die britische Peta UK den Tod von Modedesigner Karl Lagerfeld mit diesen Worten: „Karl Lagerfeld ist gegangen, sein Ableben markiert das Ende einer Ära, in der Pelz und exotische Häute als begehrenswert galten. Peta kondoliert den Hinterbliebenen unseres Erzfeindes." Viele Menschen fanden das geschmacklos, Peta handelte sich einen Shitstorm ein.

 
 

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