Horst Seehofer will doch Innenminister bleiben - als CSU-Chef tritt er zurück

Horst Seehofer (CSU) hat angekündigt, sein Amt als CSU-Parteivorsitzender niederlegen zu wollen. (Archivbild)
Horst Seehofer (CSU) hat angekündigt, sein Amt als CSU-Parteivorsitzender niederlegen zu wollen. (Archivbild)
Foto: Kay Nietfeld / dpa

Berlin.  Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) hat am Montagvormittag angekündigt, sein Amt als Parteivorsitzender der CSU niederzulegen.

Über den Zeitpunkt gebe es derzeit noch Absprachen, sagte Horst Seehofer im sächsischen Bautzen.

Horst Seehofer (CSU) will Innenminister bleiben

Völlig unberührt davon bleibe das Amt des Innenministers, sagte er weiter. „Ich bin Bundesinnenminister und werde das Amt weiter ausüben.“

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Die Politikkarriere von Horst Seehofer

  • 1969: Eintritt in die Junge Union
  • 1971 tritt er auch in die CSU ein
  • 1994: Stellvertr. Vorsitzender der CSU
  • 1989 bis 1992: Parlament. Staatssekretär im Arbeitsministerium
  • 1992: Gesundheitsminister
  • 2008 bis 2018: Bayerischer Ministerpäsident
  • Seit März 2018: Bundesinnenminister

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Noch am Sonntagabend hatte die Nachricht die Runde gemacht, Horst Seehofer wolle auch als Innenminister zurücktreten. Die Deutsche Presseagentur hatte das berichtet.

Horst Seehofer hatte das demnach am Sonntagabend bei Beratungen der engsten CSU-Spitze in München verkündet.

Horst Seehofer: Massiver CSU-interner Druck

Die Nachricht, dass er den CSU-Vorsitz abgeben will, kam knapp einen Monat nach der für die CSU desaströsen Landtagswahl in Bayern. Die CSU hatte bei der Landtagswahl am 14. Oktober 2018 eine herbe Niederlage erlitten.

+++ Horst Seehofer will zurücktreten - und die SPD haut diesen fiesen Spruch raus +++

Die Partei verlor mehr als zehn Prozentpunkte und kam nur noch auf 37 Prozent der Wählerstimmen, für die kommende Legislaturperiode braucht die CSU einen Koalitionspartner. Mit über 72 Prozent hatte es 2018 die höchste Wahlbeteiligung seit 1982 gegeben.

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Horst Seehofer war auch parteiintern bereits im Vorfeld immer mehr unter Druck geraten. Die CSU-Niederlagen bei Bundestags- und der Landtagswahlen, schlechte Umfrageergebnisse und der Erfolg der AfD lasten Kritikern nicht zuletzt der Poltik Horst Seehofers an.

Zudem hatten die Querelen im Asylstreit und im Eklat um den Verfassungsschutzchef Hans-Georg Maaßen für viel Kritik auch innerhalb der CSU geführt. (dpa/lin/pen)

 
 

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