CSU-Vorsitz: Seehofer gibt bekannt, wann er zurücktritt

Horst Seehofer tritt am 19. Januar zurück.
Horst Seehofer tritt am 19. Januar zurück.
Foto: Kay Nietfeld / dpa

Noch-CSU-Chef Horst Seehofer wird am 19. Januar 2019 den Parteivorsitz abgeben.

Die Erklärung im Wortlaut

In einer schriftlichen Erklärung gibt Seehofer bekannt:

„Das Jahr 2019 soll das Jahr der Erneuerung der CSU sein. Ich werde deshalb für den 19. Januar 2019 zu einem Sonderparteitag der CSU mit Neuwahl des Parteivorsitzenden einladen. Zu diesem Zeitpunkt werde ich mein Amt als Parteivorsitzender zur Verfügung stellen. Auf dem Sonderparteitag wird die Parteibasis ausreichend Gelegenheit erhalten darüber zu diskutieren, wie die CSU wieder mehr Vertrauen in der Bevölkerung gewinnen kann. Zur Vorbereitung des Sonderparteitags wird am 17. Dezember 2018 eine Vorstandssitzung der CSU stattfinden.“

Unklar, ob Posten des Innenministers auch betroffen

Weiter bleibt offen, ob er auch seinen Posten als Innenminister abgeben wird. Die Nachricht, dass er den CSU-Vorsitz abgeben will, kam knapp einen Monat nach der für die CSU desaströsen Landtagswahl in Bayern. Die CSU hatte bei der Landtagswahl am 14. Oktober 2018 eine herbe Niederlage erlitten.

Die Partei verlor mehr als zehn Prozentpunkte und kam nur noch auf 37 Prozent der Wählerstimmen, für die kommende Legislaturperiode braucht die CSU einen Koalitionspartner. Mit über 72 Prozent hatte es 2018 die höchste Wahlbeteiligung seit 1982 gegeben.

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Horst Seehofer steht in der CSU unter massivem Druck

Horst Seehofer war auch parteiintern bereits im Vorfeld immer mehr unter Druck geraten. Die CSU-Niederlagen bei Bundestags- und der Landtagswahlen, schlechte Umfrageergebnisse und der Erfolg der AfD lasten Kritikern nicht zuletzt der Poltik Horst Seehofers an.

+++ Horst Seehofer will doch Innenminister bleiben - als CSU-Chef tritt er zurück +++

Affäre um Hans-Georg Maaßen sorgte für viel Kritik

Zudem hatten die Querelen im Asylstreit und im Eklat um den Verfassungsschutzchef Hans-Georg Maaßen für viel Kritik auch innerhalb der CSU geführt.(

Rennen um Nachfolger beginnt

Einen offiziellen Kandidaten für die Nachfolge Seehofers gibt es zwar noch nicht. In der CSU geht man aber davon aus, dass nur Ministerpräsident Markus Söder infrage komme.

So erklärte der bayrische Finanzminister Albert Füracker: „Aus meiner Sicht ist es nun wichtig, beide Spitzenfunktionen – Ministerpräsident und Parteichef – wieder zusammenzuführen. Ich würde mir wünschen, dass Markus Söder nun baldmöglichst seine Kandidatur für den Vorsitz erklärt.“ (göt)

 
 

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