Hooligans machen Front gegen Salafisten – Behörden besorgt

Auch in Dortmund ging die Gruppe "Hooligans gegen Salafisten" bereits auf die Straße.
Auch in Dortmund ging die Gruppe "Hooligans gegen Salafisten" bereits auf die Straße.
Foto: Kai Kitschenberg/WAZ FotoPool
Gewaltbereite Fußballfans machen mehr und mehr Front gegen radikalislamische Salafisten. Den Sicherheitsbehörden bereitet diese Tendenz Sorge, heißt es einem einem Medienbericht – zumal auch viele Rechtsextreme bei den Hooligans mitmischen.

Hamburg/Köln.. Die Sicherheitsbehörden beobachten mit Sorge die Mobilisierung von gewaltbereiten Fußballfans gegen radikalislamische Salafisten. Im Blick haben sie unter anderem die Aktivitäten der Gruppe "Hooligans gegen Salafisten", bei der neben Fußballhooligans auch Rechtsextreme mitmischen, wie das Nachrichtenmagazin "Der Spiegel" am Wochenende berichtete.

Am kommenden Wochenende plane die Gruppe eine Kundgebung in Köln. Mehr als 3000 Teilnehmer hätten sich angekündigt. Die Polizei bezweifele aber, dass so viele kommen werden. Angemeldet habe die Demonstration ein Funktionär der vom Verfassungsschutz beobachteten Anti-Islam-Partei Pro NRW.

Sicherheitsbehörden alarmiert

Eine Sprecherin des Bundesinnenministeriums bestätigte auf Anfrage, angesichts der hohen Gewaltbereitschaft beider Spektren hätten die Sicherheitsbehörden in Bund und Ländern die Entwicklung verstärkt im Auge.

Dem "Spiegel" zufolge drohen die "Hooligans gegen Salafisten" im Internet zum Teil unverhohlen mit Gewalt, sollte die Politik nicht stärker gegen die vermeintliche Islamisierung Deutschlands vorgehen. (dpa)

 
 

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