heute-journal (ZDF) warnt Kanzlerin Merkel eindringlich vor DIESEM Fehler

Kommentar im heute-journal: Angela Merkel müsse aus den Fehlern der Flüchtlingskrise 2015 lernen.
Kommentar im heute-journal: Angela Merkel müsse aus den Fehlern der Flüchtlingskrise 2015 lernen.
Foto: Screenshot ZDF

Der Leiter des ZDF-heute-journal warnt Bundeskanzlerin Angela Merkel eindringlich vor einer Wiederholung von Fehlern. In seinem Kommentar geht es Wulf Schmiese um die Corona-Politik in Deutschland.

Kanzlerin Angela Merkel dürfe nicht erneut dieselben Fehler wie in der Flüchtlingskrise 2015 machen. Einige heute-journal-Zuschauer sehen das total anders.

heute-journal (ZDF): Warnung an Bundeskanzlerin Angela Merkel

Wulf Schmiese, Redaktionsleiter vom heute-journal, schlägt in seinem Kommentar einen Bogen von 2015 bis heute. Auf den ersten Blick habe die Corona-Krise nichts mit der Flüchtlingskrise zu tun, doch dann erkennt er doch Parallelen.

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Der Staat habe in der Corona-Krise zügig handeln müssen, weil es um Menschleben ging. Genauso sei es 2015 gewesen. Mit ihrem damaligen Satz „Wir schaffen das“ habe Merkel Mut machen wollen. Doch dieser Zweckoptimismus habe auch Menschen gegen sie aufgebracht: „Der Fehler aber war, Ängste, Sorgen und andere Ansichten wurden rechts liegen gelassen.“ Eben weil die Krisenbewältigung Vorrang hatte. Genauso wie nun das Virus höchste Priorität habe.

Dieses rigorose Handeln komme zwar bei der Mehrheit gut an, „doch eine Minderheit wird lauter“, warnt Schmiese. „Angestachelt von Extremisten, von Rechtsradikalen, die vom 'Unrechtsstaat' faseln und die Republik stürzen wollen. Wie 2015.“

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Nun sei die Politik gefordert, die Corona-Maßnahmen gut zu erklären und maßvoll abzuwägen, „damit die Stimmung nicht kippt wie damals“. Ein „Wir schaffen das“ habe 2015 nicht gereicht - und werde 2020 erst recht nicht reichen. Dabei hatte Angela Merkel selbst in ihrer Sommer-Pressekonferenz erklärt, den Satz nicht zu wiederholen, weil jede Krise „ihre eigene Sprache“ habe.

Kommentar im heute-journal (ZDF): Einige Zuschauer sehen das total anders

Für seinen Kommentar im heute-journal bekommt Schmiese auch Kritik im Netz. Ein Twitter-User antwortet ihm: „Ich weiß nicht, ob Sie schon einmal versucht haben mit einem 'Lügenpresse' blöckenden 'Volksgenossen' zu diskutieren. Die personelle Schnittmenge von PEGIDA und den Covidioten ist mit Sicherheit groß. Die BRD war sowohl in der Flüchtlings- als auch Covidkrise recht erfolgreich.“ Und ein anderer meint, dass von den Merkel-Kritikern meist nur „biliger Rassismus und Menschenfeindlichkeit" komme. „Diesen Gedanken wurde eher viel zu viel Raum gegeben. Wie jetzt ja auch bei Corona wieder.“

Viele stimmen Wulf Schmiese mit seiner Mahnung an Merkel über Facebook und Twitter auch zu:

  • „'Wir schaffen das' wäre sicher von vielen Menschen anders aufgenommen worden, wenn man sich der Sorgen der Menschen angenommen hätte. Und noch heute tut man bei vielen Themen so, als hätte es sie nicht gegeben oder sie wären lächerlich.“
  • „Der einfache gesunde Menschenverstand hat die Forderungen nach Transparenz, Abwägen und Erklären und nach Diskussion von Anfang an gestellt.“
  • „Es muss also besser vermittelt und erklärt werden. Dazu gehört der Diskurs, der wird aber abgewürgt.“

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