„Herr Röttgen, legen Sie sich wieder schlafen!“

Norbert Röttgen möchte in NRW Ministerpräsident werden. Allerdings hält er sich die Notfalltür nach Berlin weiterhin offen. Als Oppositionsführer möchte er nicht gerne eingesetzt werden. Das gibt Kritik aus der Bevölkerung.
Norbert Röttgen möchte in NRW Ministerpräsident werden. Allerdings hält er sich die Notfalltür nach Berlin weiterhin offen. Als Oppositionsführer möchte er nicht gerne eingesetzt werden. Das gibt Kritik aus der Bevölkerung.
Der Wahlkampf ist bereits im vollen Gang. Nur bei der CDU ist der Auftakt gänzlich misslungen. Norbert Röttgen möchte sich nicht komplett für Düsseldorf entscheiden und hält sich den Weg zurück nach Berlin offen. Kostet dieses Verhalten den Wahlerfolg? Die derWesten.de-Nutzer diskutieren.

Essen. Das Röttgen sich nicht festlegen will und seine Rückfahrkarte nach Berlin nicht abgeben möchte, stößt unseren Nutzern bitter auf. Für Catman55 ist er nur „ein Durchreisender“ und wird „nie und nimmer“ gewählt. Röttgen sei „unnahbar, unpersönlich, unverständlich und unglaubwürdig“, meint Eiskalt, der eine richtige Persönlichkeit fordert.

Viele Nutzer fühlen sich durch Röttgens Verhalten bestätigt, dass er die Neuwahl bereits als verloren ansieht. „Röttgen glaubt wohl keinem Wahlsieg. Damit hat er eigentlich für NRW schon ausgedient und der CDU einen Bärendienst erwiesen“, schreibt meinemeinungdazu. Dass man ihn wählen soll, obwohl er nicht weiß ob er letzendlich in den Landtag rein will, versteht kumpelanton überhaupt nicht. Man solle Röttgen nicht unterstützten, wenn es ihm nur um Karriere gehe.

„Herr Röttgen, legen Sie sich wieder schlafen!“

Es sei inzwischen egal wie er sich entscheidet, denn durch die Taktiererei habe er es verbockt, schreibt enricoparlazzo in seinem Kommentar. Der Nutzer moin-moin fordert die CDU auf einen „NRW-Mann aufzustellen, der authentisch ist, jedoch ohne Altlasten wie beim früheren Integrationsminister“. Sollte man an Röttgen festhalten, dann werde man die Neuwahl verlieren.

Wo die Einen nur die Fehler Röttgens betrachten, sehen andere den Weg für Rot-Grün von Röttgen persönlich geebnet. Zum Beispiel xxyz, der es außerdem erschreckend findet „wie schlecht die Politiker aktuell sind“. Wer nicht als Oppositionsführer „zu uns“ nach NRW kommen mag, der ist auch nicht wählbar, meint randori20. Einen Vergleich zu Frau Künast zieht dino13, denn die Grünen-Politikerin sei nach der Wahlniederlage in Berlin auch nicht in der dortigen Opposition geblieben. „Ist aber halt 'ne Grüne, die dürfen das“, schreibt dino13 weiter.

Röttgen sei die falsche Wahl gewesen

Einen Stimmverlust von fünf bis zehn Prozent erwartet Kontertor. Die CDU habe die Wahl gehabt, sich für einen Landespolitiker oder den „Politikkarrieristen“ zu entscheiden. Röttgen sei die falsche Wahl gewesen. Allgemein sind die Nutzer empört, dass die CDU zu unsensibel mit diesem Thema umgeht. „Es ist doch für jeden Wähler ersichtlich, dass es Herrn Röttgen nur um den [...] Posten des Ministerpräsidenten geht“, stellt enricoparlazzo klar.

„Wenn er nicht will, dann will er eben nicht“, räumt randori20 ein. Jedoch würde er auch niemanden wählen, „der sich zu schade dafür ist in NRW auch Oppositionsführer zu werden“. Ob er sich nun zu schade für die Opposition ist, Angst vor einem beruflichen Schritt rückwärts hat, oder einfach Düsseldorf nicht mag bleibt ungewiss. An den fast ausschließlich negativen Reaktionen unserer Nutzer erkennt man, dass die CDU und vor allem Röttgen reagieren muss.

 
 

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