Düsseldorf

Herbert Reul irritiert nach TV-Interview: „Saublöder Blackout“

Herbert Reul irritierte mit Aussagen in einem Interview - jetzt klärte er auf, was er eigentlich hatte sagen wollen.
Herbert Reul irritierte mit Aussagen in einem Interview - jetzt klärte er auf, was er eigentlich hatte sagen wollen.
Foto: dpa

Düsseldorf. Herbert Reul (CDU) hat mit merkwürdigen Aussagen zu Flüchtlingen aus Syrien für bundesweite Irritation gesorgt.

In einem ZDF Interview sagte der NRW-Innenminister im Wortlaut: „Ich finde, wenn Sie in Syrien sich das mal anschauen, Menschen, die vom Assad-Regime verfolgt worden sind, die können doch jetzt, die haben damit ihren Anspruch angemeldet, Asyl zu haben. Ja, dann können die doch jetzt zurückgehen, weil da ist doch jetzt keine Verfolgung mehr.“

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Herbert Reul: Sichtlich aus dem Konzept gebracht

ZDF-Moderator Norbert Lehmann, der das Gespräch mit Reul führte, fragte irritiert nach: „Wie kommen Sie darauf, dass jetzt keine Verfolgung mehr durch das Assad-Regime herrscht?"

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Herbert Reul ist danach sichtlich aus dem Konzept gebracht: „Ich hatte doch gesagt, es gibt Menschen ... das muss man sich genau anschauen. Ich bin bei uns im Bundesland nicht zuständig für Flüchtlingsfragen. Menschen, die verfolgt werden von einem bestimmten Regime, können doch jetzt in Gebiete, wo das Regime nicht mehr ist, durchaus zurückgehen.“

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Danach war immer noch nicht klar, was Reul meinte.

„Ich kann die Opfer nur um Entschuldigung bitten"

Jetzt sorgte er für Aufklärung. Seine Aussagen nannte er einen „saublöden Blackout". Bei Twitter schreibt der NRW-Innenminister: „Ich habe im Mittagsmagazin Verfolgte und Anhänger des Assad-Regimes durcheinandergebracht. Ein saublöder Blackout in einer Live-Situation, über den ich mich selbst am meisten ärgere. Ich kann die Opfer von Baschar al-Assad nur um Entschuldigung bitten.“

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Weiter stellt er klar: „Selbstverständlich sind diese Menschen in Syrien auch weiterhin verfolgt und brauchen deshalb auch weiterhin unseren Schutz. Worum es mir eigentlich ging: Dass diejenigen, die bei ihrer Einreise nach Deutschland ausdrücklich angegeben haben, sie seien vor dem IS geflüchtet, weil sie Anhänger von Assad seien, jetzt kein Argument mehr haben.“

 
 

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