Heiko Maas will bei Erdogan-Besuch Konfliktthemen ansprechen

Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD) sagte am Montag, man müsse insbesondere mit denjenigen Staatschefs reden, mit denen man viele offene Fragen habe.

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Wenn Recep Tayyip Erdogan nach Deutschland kommt, drängen sich unangenehme Themen auf. Heiko Maas will sich davor nicht verstecken.

Berlin.  Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan wird wohl im Herbst nach Deutschland kommen. Laut Außenminister Heiko Maas (SPD) soll es dann auch um unangenehme Themen gehen.

„So gibt es nach wie vor deutsche Staatsbürger, die in der Türkei im Gefängnis sitzen. Wir können überhaupt nicht nachvollziehen, wieso das so ist“, sagte der SPD-Politiker dem „Kölner Stadt-Anzeiger“. Auch die militärischen Aktivitäten in und um Afrin im Nordwesten Syriens würden ein Thema sein. „Gleichzeitig ist aber auch klar: Wir wollen eine weitere Normalisierung unseres wechselseitigen Verhältnisses“, betonte Maas .

Bundespräsident Steinmeier hat Erdogan eingeladen

Erdogan wird voraussichtlich im Herbst zu einem Besuch nach Deutschland kommen. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat den gerade wiedergewählten türkischen Präsidenten eingeladen. Ein genauer Termin steht aber noch nicht fest. Auch die Frage, ob es sich um einen Staatsbesuch mit allen protokollarischen Ehren handeln wird, ist noch unbeantwortet.

CDU-Generalsekretärin Annegret Kramp-Karrenbauer sagte der „Rheinischen Post“ (Samstag), Deutschland müsse den Besuch für einen offenen und kritischen Austausch nutzen. „Wir müssen Probleme bei Menschenrechten, Demokratie und Rechtsstaatlichkeit immer transparent ansprechen, auch in diesem Fall.“ (dpa)

 
 

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