Hartz 4: Jetzt sollen Arbeitslose auch DIESES Corona-Hilfsmittel umsonst bekommen

Hartz-4-Empfänger haben Schwierigkeiten, sich neue Corona-Hilfsmittel zu leisten.
Hartz-4-Empfänger haben Schwierigkeiten, sich neue Corona-Hilfsmittel zu leisten.
Foto: IMAGO / Lobeca

In der Corona-Krise gibt es eine neue Forderung: Hartz-4-Empfänger sollen ein weiteres Hilfsmittel zur Eindämmung der Pandemie gratis erhalten.

Zuletzt entschied das Sozialgericht Karlsruhe nach einem Eilantrag eines Arbeitslosen, dass das Jobcenter dem Empfänger wöchentlich 20 FFP2-Masken kostenfrei zur Verfügung stellen muss. Ansonsten müsse der Hartz-4-Empfänger als Geldleistung monatlich 129 Euro erhalten. Das Urteil dürfte Auswirkungen für alle Leistungsempfänger von Hartz 4 haben.

Zudem wird es eine zweite Einmalzahlung von 150 Euro als Corona-Zuschlag durch die Bundesregierung geben.

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Hartz 4: SPD-Politiker fordert kostenlose Corona-Heimtests

Dennoch geht SPD-Politikerin Hilde Mattheis noch einen Schritt weiter. Die Bundestagsabgeordnete ist Vorsitzende des Forums Demokratische Linke 21 und eine der lautesten Fürsprecherinnen für Verteilungsgerechtigkeit in ihrer Partei.

Über Twitter forderte Mattheis nun, dass es kostenlose Heimtests für alle geben müsse, auch für Bedürftige wie Hartz-4-Empfänger. „Die Pandemiebekämpfung dürfen wir nicht den Bürger*innen überlassen“, so Mattheis.

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Fakten über Hartz 4:

  • Das Arbeitslosengeld II wird umgangssprachlich Hartz IV genannt.
  • Es entstammt der vierten Stufe des von der Hartz-Kommission 2002 entworfenen Konzeptes zur Reform des Arbeitsmarktes.
  • Alleinstehende erhalten 2021 einen Hartz-4-Regelsatz von 446 Euro.
  • Paare in einer Bedarfsgemeinschaft erhalten 401 Euro pro Person.
  • Für Kinder 283 Euro (0-5 Jahre) bzw. 309 Euro (6-13 Jahre) oder 373 Euro (14-17 Jahre).
  • Nicht erwerbstätige Volljährige unter 25 Jahren im Haushalt der Eltern erhalten 357 Euro.
  • Es kann durch Sanktionen maximal um 30 Prozent gekürzt werden.

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In Österreich gibt es ab März kostenfreie Corona-Selbsttests

Im Nachbarland Österreich wird es ab März kostenfreie Corona-Selbsttests für zu Hause geben. Pro Person sind immerhin monatlich 5 Stück geplant, die in Apotheken erhältlich sein sollen. Durch die Selbsttest soll es möglich sein, sich vor privaten Treffen mit Freunden oder Familien abzusichern.

In Deutschland müssen die Antigen-Selbststest für zu Hause erst noch zugelassen werden. Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) verspricht: „Die neuen Laien-Schnelltests werden schnellstmöglich geprüft und zugelassen.“ Mit der Zulassung der ersten Laien-Schnelltests rechnet das Gesundheitsministerium nach eigenen Angaben noch im Februar.

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Nach Angaben von Jens Spahn sollen die Heimtest gegen eine geringe Gebühr verkauft werden. Dagegen sollen Schnelltests ins Apotheken, Testzentren und Praxen unter professioneller Aufsicht kostenfrei sein. SPD-Finanzminister Olaf Scholz sagte, dass man das auch noch „finanziell wuppen“ werde.

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