„Hart aber fair“ (ARD): Frank Plasberg spricht mit Mann, der wirklich großes Opfer in Corona-Krise auf sich genommen hat

Allergie oder Coronavirus?

Die Pollensaison geht los – doch in Zeiten von Covid-19 sind selbst Allergiker verunsichert. Plagt einen nur die Allergie oder hat man sich mit dem Coronavirus angesteckt?

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Ein besonderes Schicksal in der Corona-Krise bewegt die Zuschauer von „Hart aber fair“. Der Rentner Alex Kienscherf gibt am Montagabend einen Einblick, wie das Coronavirus das Leben von ihm und seiner Frau veränderte.

Viele Zuschauer von „Hart aber fair“ zeigen sich danach sehr bewegt von der Entscheidung des Hamburgers. Auch Moderator Frank Plasberg ist anzumerken, wie viel Respekt er seinem Gast entgegenbringt.

„Hart aber fair“ (ARD): „Werden alle ganz still werden“ - Moderator Plasberg kündigt besonderen Gast an

In der ARD-Sendung „Hart aber fair“ lautet das Thema am Montagabend: „Das Virus kommt mit Macht zurück: Wer schützt jetzt die Alten?“. Moderator Frank Plasberg diskutiert mit seinen Gästen über die schwierige Lage der Bewohner in Pflegeheimen, die bereits im Frühjahr isoliert waren, um sie zu schützen. Droht das nun im Herbst erneut? Es geht in der Talkshow aber auch um die kräftezehrenden Arbeitsbedigungen für das Pflegepersonal.

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Mit diesen „Hart aber fair“-Gästen diskutiert Frank Plasberg: am 12. Oktober 2020:

  • Andreas Westerfellhaus: Pflegebevollmächtigter der Bundesregierung
  • Nikolaus Schneider: Ehemaliger Ratsvorsitzender der Evangelischen Kirche in Deutschland
  • Bernd Meurer: Präsident des Bundesverbands privater Anbieter sozialer Dienste
  • Nina Böhmer: Krankenpflegerin und Autorin
  • Professor Dr. Uwe Janssens: Chefarzt, Präsident der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin

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Berührend wird es in der Sendung am Montagabend, als Alex Kienscherf zu einem Einzelgespräch mit Frank Plasberg zugeschaltet wird. Der Moderator kündigt seinen Zuschauer zuvor an, dass man nun wohl „ganz still werden" wird, wenn man Sorgen über Urlaubspläne mit den Herausforderungen von Kienscherf vergleicht.

„Hart aber fair“ (ARD): Mann zieht zu seiner demenzkranken Frau ins Seniorenheim

Der Senior ist seit 55 Jahren mit seiner Ursula verheiratet, die mittlerweile aber an Demenz erkrankt ist und in einem Seniorenheim in Hamburg lebt. Mitte März verkündete das Heim einen Besuchsverbot, um die Bewohner vor einer Corona-Infektion zu schützen. Alex Kienscherf hat Angst, dass ihn seine Frau nicht mehr erkennen wird, wenn er sie nicht mehr besuchen darf. Das Heim macht ihm das Angebot, als Gast zu ihr zu ziehen – allerdings unter der Bedingung, dass er sich dann selbst dort in die Isolation begeben muss. Ende März zieht er zu ihr.

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Mehr über „Hart aber fair“ (ARD):

  • Die Polit-Talkshow läuft seit 2001 im Fernsehen.
  • Zuerst wurde sie im WDR ausgestrahlt, seit 2017 im ARD-Fernsehen.
  • Der Austausch sachlicher Argumente soll im Vordergrund stehen, daher werden auch von der Redaktion Info-Clips mit Fakten vorbereitet.
  • Frank Plasberg ist seit Beginn der Sendung der Moderator.
  • Im Jahr 2020 vertrat ihn krankheitsbedingt Susan Link.

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Im Gespräch mit Frank Plasberg erinnert sich der Rentner: „Ich habe meine Frau vorgefunden, wie sie unruhig war, sehr unruhig. Wie sie gezittert hat, weil die Therapien und das alles weggefallen ist. Ich habe sie dann innerhalb von zwei Tagen ruhig stellen können.“ Über Whatsapp hatte er Kontakt mit ihrer Pflegerin und habe dann mit auf Anleitung mit seiner Frau die Therapien und Übungen durchgezogen. „Ich konnte so meiner Frau ziemlich gut über die nächste Zeit hinweghelfen.“

„Hart aber fair“ (ARD): „Ich habe gesehen, sie braucht meine Hilfe

Plasberg fragt, ob er es als seine moralische Pflicht empfunden habe, zu ihr zu ziehen. Nein, es sei sein „Herzenswunsch“ gewesen, erklärt Kienscherf. Er habe immer gut mit seiner Ehefrau zusammengelebt und es heiße doch, in guten wie in schlechten Zeiten. „Ich habe gesehen, sie braucht meine Hilfe. Sie braucht das, um zu erkennen, dass überhaupt noch jemand für sie da ist.“ Ihren Sohn und ihr Enkelkind würde Ursula Kienscherf nicht mehr erkennen, nur noch ihren Mann.

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Mehr über „Hart aber fair“:

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Kienscherf versucht auch im Heim seine Lebensfreude zu bewahren und alles positiv anzugehen. Er habe mittlerweile ein eigenes Zimmer im fünften Stock des Seniorenheims, mit „einem herrlichen Blick über Hamburg“. Da könne er sich abends erholen. Außerdem helfe er im Haus hier und da mit, etwa bei der Pflege des Gartens. Er wolle dort bleiben, solange seine Frau lebe, aber danach wieder nach Hause ziehen.

Situationen, die ihm Kraft geben, sind jene, in denen seine Frau durch Augenkontakt oder ein Lächeln mit ihm kommuniziert. Sprechen könne sie nicht mehr, aber es sei „ein toller Moment“ für ihn, wenn so etwas passiert und er die Zeichen so deuten kann.

Viele Zuschauer von Hart aber fair sind berührt von den Schilderungen. Einige Kommentare auf Twitter:

  • „Es macht Hoffnung zu wissen, dass ein Mensch so sehr lieben kann.“
  • „Alex Kienscherf ist ein Held!“
  • „Was für ein unglaublich sympathischer und toller Mensch er ist. Danke für diese tolle Geschichte.“
  • „Der Ehemann, der für seine demente Frau im Altenheim einsteht, berührt mich.“
  • „Ganz großen Respekt vor Herrn Kienscherf.“
 
 

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