Hannelore Kraft erzählt der „Brigitte“ aus ihrem Privatleben

Wo sie den Kaffee trinkt und wer ihre Wäsche bügelt: NRW-Ministerpräsidentin Hannelore Kraft (SPD) hat der „Brigitte“ Einblicke in ihr Leben gegeben.

Düsseldorf.. NRW-Ministerpräsidentin Hannelore Kraft (SPD) hat im Rahmen ihrer aktuellen Medienoffensive ungewöhnlich tiefe Einblicke in ihr Privatleben gewährt. Nachdem Kraft seit Tagen gegen Ungerechtigkeiten beim Länderfinanzausgleich zu Felde gezogen war, berichtete sie in einer Gesprächsrunde der Frauen-Zeitschrift „Brigitte“ offenherzig aus ihrem Mülheimer Alltag. So verlässt sich die 53-jährige Regierungschefin in Haushaltsdingen offenbar auf ihre bald 80-jährige Mutter: „Sie lebt bei uns, bügelt noch immer meine Wäsche und geht mit dem Hund raus – das hält sie fit.“

Morgens kommt Kraft nach eigenen Angaben nur schwer aus den Federn: „Wenn der Wecker klingelt und ich gleich aufstehe, falle ich um. Ich brauche erst einen Kaffee im Bett.“ Trotzdem raffe sie sich um sechs Uhr in der Früh zum Fitnesstraining auf. Sie habe außerdem soeben das Kraulschwimmen neu erlernt und plane zum 60. Geburtstag einen Gleitschirmflug.

Mit ihrem Mann kam sie an Weiberfastnacht zusammen

Kraft präsentierte sich als Karnevalsjeck, berichtete über ihren heimischen Kostüm-Fundus und davon, dass ihr Mann Udo, mit dem sie Weiberfastnacht 1992 zusammenkam, gut zuhören könne. Sohn Jan studiert in Kanada und schreibt der Mama schon mal kritische E-Mails zur Tagespolitik.

Kraft präsentierte sich in dem unpolitisch angelegten Talk als Politikerin, die sich kein dickes Fell zulegen will. Sie ärgert sich, dass engagierte Frauen schnell als „zickig“ und „dünnhäutig“ hingestellt würden. Bei Männern hieße das „kämpferisch“. Sie warnte ihre Geschlechtsgenossinnen bei Herausforderungen salopp vor zu viel Respekt: „Ich habe so viele schlechte Männer erlebt, da können wir Frauen uns noch einiges leisten.“ In ihrer Jugend habe sie gleichwohl selbst Mut zur Lücke bewiesen: „Ich habe auch mal eine Prüfung sausen lassen und bin lieber surfen gegangen.“

 
 

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