Hagener Pädagoge gilt als Favorit auf DGB-Vorsitz

Weil der ehemalige DGB-Chef in NRW, Guntram Schneider, ins Düsseldorfer Arbeitsministerium wechselte, wird nun ein Nachfolger an der DGB-Spitze gesucht. Zwei kandidaten treten an.
Weil der ehemalige DGB-Chef in NRW, Guntram Schneider, ins Düsseldorfer Arbeitsministerium wechselte, wird nun ein Nachfolger an der DGB-Spitze gesucht. Zwei kandidaten treten an.
Foto: WAZ FotoPool

Düsseldorf.. Ein Pädagoge aus Hagen und ein Verdi-Abteilungsleiter aus Köln konkurrieren um die Nachfolge von Guntram Schneider als DGB-Landesvorsitzender. Andreas Meyer-Lauber von der GEW gilt als Favorit.

Am Freitag will sich der DGBLandesvorstand auf einen von bisher zwei Kandidaten festlegen. Andreas Meyer-Lauber (58), NRW-Vorsitzender der Ge­werkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW), oder Wolfgang Uellenberg-van Dawen (59), derzeit Bereichsleiter Politik in der Berliner Verdi-Zentrale und zuvor DGB-Chef in der Region Köln.

Favorit der IG Metall

Die acht DGB-Gewerkschaften an Rhein und Ruhr reiben sich seit Wochen an der Frage, wer Schneider an der Spitze des Gewerkschaftsbundes nachfolgen soll. Schneider war im Juli als Arbeitsminister in die neue Landesregierung gewechselt. Am 18. September soll der Neue auf einer Landeskonferenz gekürt werden. Der DGB-Vorstand sähe es gern, wenn sich dann nur einer zur Wahl stellte: Meyer-Lauber oder Uellenberg.

Der Kölner wurde schon einmal als Kandidat gehandelt, doch 2006 bekam IG-Metaller Schneider den Vorzug. Auch diesmal könnte die mächtige IG Metall im Personal-Poker entscheidend mitbieten. Die Metaller wollen Mayer-Lauber nicht nur unterstützen. Sie haben den Ex- Gesamtschullehrer sogar als Wunsch-Kandidaten vorgeschlagen. Dabei ist es nicht selbstverständlich, dass der Kopf einer kleinen, industriefernen Gewerkschaft Chancen auf den Landesvorsitz hat. Meyer-Lauber hat sich offenbar durch sein Eintreten für Chancengleichheit in der ­Bildung über die GEW hinaus Respekt verschafft.

 
 

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