Grüne: Mehr Alltagswissen in der Schule

Düsseldorf.  Nach Ansicht der Grünen soll im Schulunterricht mehr „Alltagswissen“ vermittelt werden. Themen wären zum Beispiel: Mache ich mich bei der Verbreitung eines Musikstücks aus dem Internet strafbar? Wie gesund ist Schokolade? Warum ist Milch gerade so billig? Um solche und weitere „lebensnahe“ Fragen geht es in einem neuen Lehrprogramm, das die Fraktion mit Wissenschaftlern erarbeitet hat.

„Für die Verbraucherbildung brauchen wir kein neues ­Schulfach. Wir können es in allen Fächern verankern“, sagte die Grünen-Schulexpertin­ ­Sigrid Beer am Donnerstag. Das Urheberrecht könne im Kunst- oder Musikunterricht angesprochen werden, die Milchkrise im Fach Politik. Das neue Curriculum wurde für Lehrer und Schüler in der Primarstufe und der Sekundarstufe 1 geschrieben. Die Anregungen dazu kamen auch aus der Landes-Schülervertretung (LSV).

Das Lehrprogramm ist laut Grünen auch eine Reaktion auf die Diskussion, die 2015 von der 17-jährigen Gymnasiastin Naina aus Köln angestoßen worden war.

 
 

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