Greta Thunberg: Jetzt kommt raus, was die Aktivistin mit der Nobelpreis-Million macht

Jetzt kommt raus, was Greta Thunberg mit ihrem Preisgeld macht.
Jetzt kommt raus, was Greta Thunberg mit ihrem Preisgeld macht.
Foto: imago images / TT

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So oder so ähnlich würden wohl die meisten einen Millionengewinn auf den Kopf hauen. Nicht so Greta Thunberg, die für das Preisgeld vom Alternativen Nobelpreis eine Million schwedische Kronen (rund 94.500 Euro) erhalten hat.

Greta Thunberg: Das macht die Klima-Aktivistin mit dem Millionen-Preisgeld

Die Klimaaktivistin nutzt ihr Preisgeld stattdessen zum Aufbau ihrer Stiftung. Bereits Ende Januar hatte sie mitgeteilt, dass sie gemeinsam mit ihrer Familie die „Greta Thunberg & Beata Ernman Foundation“ gegründet hat.

Und genau dorthin solle das Geld fließen, teilte die Right Livelihood Stiftung am Donnerstag mit, die die Alternativen Nobelpreise jedes Jahr vergibt.

Stiftung setzt sich auch für ökologische Zwecke ein

Das Geld soll zunächst als Startkapital für die Stiftung genutzt und dann später gemäß der Stiftungsziele an wohltätige Zwecke gespendet werden, sobald die Stiftung vollkommen funktionstüchtig ist.

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Die gemeinnützige Stiftung sei nötig, um völlig transparent etwa mit Buch-Tantiemen, Spenden und Preisgeld umzugehen, erklärte Greta Thunberg im Januar.

Die nach ihr und ihrer Schwester Beata Ernman benannte Stiftung mit Sitz in Stockholm werde sich für ökologische, klimatische und soziale Nachhaltigkeit sowie mentale Gesundheit einsetzen.

Preisgeld soll Arbeit der Ausgezeichneten zugutekommen

Die seit 1980 vergebenen Right Livelihood Awards werden allgemein als Alternative Nobelpreise bezeichnet, stehen aber in kritischer Distanz zu den traditionellen Nobelpreisen. Das mit den Ehrungen verbundene Preisgeld ist generell für die Arbeit der Ausgezeichneten bestimmt.

„Wir sind überzeugt, dass Thunbergs neue Stiftung großartige Dinge leisten und den dringend benötigten Wandel befördern wird“, erklärte Right-Livelihood-Direktor Ole von Uexküll. Die Aktivistin habe Right Livelihood ihre Idee von der Stiftung bereits Ende 2019 vorgestellt.

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Das ist Greta Thunberg:

  • Greta Tintin Eleonora Ernman Thunberg wurde geboren am 3. Januar 2003 in Stockholm
  • Sie lebt vegan und reist nicht mehr mit dem Flugzeug
  • Auf sich aufmerksam machte sie im Hitzesommer 2018 mit ihren „Schulstreiks fürs Klima“ („Skolstreijk för klimatet“) – jeden Freitag schwänzte Greta die Schule und positionierte sich vor dem schwedischen Reichstag in Stockholm
  • Über verschiedene Medien und soziale Medien inspirierte sie immer mehr vor allem junge Menschen
  • An der Bewegung „Fridays for Future“ (FFF) nahmen am 15. März 2019 weltweit fast 1,8 Millionen Menschen teil
  • Greta Thunberg nahm teil an der UN-Klimakonferenz in Katowice 2018 und am Weltwirtschaftsforum in Davos 2019
  • Sie sprach vor dem Europäischen Wirtschafts- und Sozialausschuss in Brüssel und dem Parlament des Vereinigten Königreichs

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Greta Thunberg in Hamburg

Am Freitag war Greta Thunberg erneut in Deutschland zu Gast. Sie nahm an einer Großkundgebung des Bündnisses Fridays for Future in Hamburg tei. Gemeinsam mit zehntausenden Menschen demonstrierte die schwedische Aktivistin für einen energischeren Kampf gegen die Erderwärmung. Nach Angaben der Veranstalter waren 60.000 Teilnehmern vor Ort, die Polizei sprach von 20.000.

Wahlen in Hamburg

Hamburg wählte am Sonntag dann auch für die Umwelt. Zweitstärkste Partei bei der Hamburg-Wahl wurden die Grünen. Sie holten fast 24 Prozent (23,9). Nur die SPD erreichte mit 39,2 Prozent noch mehr Stimmen.

Alles zum Hamburg-Ergebnis hier >>> (vh mit dpa)

 
 

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