Greta Thunberg: Fußballtrainer beleidigt sie aufs Übelste – das hat Folgen

Greta Thunberg: Für viele ist sie eine Heldin, für andere eine Hassfigur.
Greta Thunberg: Für viele ist sie eine Heldin, für andere eine Hassfigur.
Foto: imago

Es gibt Menschen, die sich so lange in ihre Wut hineinsteigern, bis es eskaliert.

Derzeit entlädt sich vor allem in sozialen Medien erschreckend viel Hass auf Greta Thunberg. Ein italienischer Fußballtrainer hat mit seinen Wut-Posts derart über die Stränge geschlagen, dass es dramatische Folgen für ihn hat.

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Greta Thunberg: „Diese Hure“

Tommaso Casalini, Junioren-Trainer beim italienischen Club US Grosseto, schrieb bei Facebook über Greta Thunberg diese unfassbar geschmacklosen Sätze: „Diese Hure. Mit 16 könnte sie schon anschaffen gehen, alt genug dafür ist sie.“

Das berichtet unter anderem die italienische Tageszeitung „Corriere della sera“.

Der Club, bei dem der Trainer arbeitet, reagierte umgehend - und entließ Casalini.

Bei den Fans kam diese Reaktion offenbar gut an, so jedenfalls lesen sich die Kommentare zu einem entsprechenden Facebookpost des Fußballvereins.

Greta Thunberg übel beschimpft: Reaktion des Fußballclubs kommt gut an

Viele Nutzer schreiben „Bravissimi“ unter den Post, einer kommentiert: „Sehr gut, ich hoffe, der Trainer hat nun Gelegenheit, nachzudenken.“

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Greta Thunberg ist seit Monaten Ziel schlimmer Beleidigungen im Netz. Die Wut mancher scheint nach der bemerkenswerten Rede der 16 Jahre alten Klimaaktivistin beim UN-Klimagipfel in New York noch zuzunehmen.

Die Facebook-Gruppe „Fridays for Hubraum“ etwa, die eine Gegenbewegung zu den Umweltaktivisten sein wollte, musste jetzt vorübergehend offline gehen, weil sogar Morddrohungen gegen Greta Thunberg gepostet worden waren.

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Woher kommt die Wut auf Greta Thunberg und „Fridays for Future“?

Hinter der Wut stecke bei vielen eine Angst vor Veränderungen, sagte Medienpsychologe Tobias Rothmund im Gespräch mit DER WESTEN. „Die 'Fridays-for-Future'-Bewegung erinnert uns daran, dass das, was wir für das Klima tun, nicht ausreicht und fordert schnellere, radikalere Veränderungen.“ >> Hier das ganze Gespräch nachlesen

Greta Thunberg ist nun mal die Galionsfigur der Bewegung, ihr Gesicht. „Mit persönlichen Attacken gegen sie kanalisieren viele Menschen ihre Angst vor Veränderung“, so der Psychologe. (pen)

 
 

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