„Gottesbezug abschaffen“

Nichts gegen geistliche Musik haben die Initiatoren des geplanten SPD-Arbeitskreises. Sie wollen aber unter anderem erreichen, dass sich der Staat zurückzieht aus der Kirchenfinanzierung.
Nichts gegen geistliche Musik haben die Initiatoren des geplanten SPD-Arbeitskreises. Sie wollen aber unter anderem erreichen, dass sich der Staat zurückzieht aus der Kirchenfinanzierung.
Foto: WAZ FotoPool

Berlin. Sozialdemokratische Kirchenkritiker haben am Wochenende in ­Berlin die Gründung eines „Arbeitskreises Laizistinnen und Laizisten in der SPD“ vorbereitet.

Zu dem nichtöffentlichen Treffen im Kurt-Schumacher-Haus wurden rund 50 Teilnehmer erwartet. Eine Sprecherin der SPD sagte am Sonntag, bislang sei beim Parteivorstand noch kein Antrag auf Einsetzung eines solchen Arbeitskreises eingegangen. Im Vorstand gebe es auch „überhaupt keine Bestrebungen“, ein Gremium dieser Art einzusetzen.

Offiziell galt das Treffen als Vorbereitungsversammlung zu einer ­Gründung, da in der SPD lediglich der Parteivorstand über die Gründung eines Arbeitskreises entscheiden kann.

Trennung von Kirche und Staat

In einem Entwurf, der auf ihrer Internetseite steht, fordern die Beteiligten unter anderem die Streichung des Gottesbezugs aus dem Grundgesetz, die Entfernung aller religiösen ­Sym­bole aus Gerichten, Parlamenten, Rathäusern, Kindertagesstätten und aus Schulen.

Sie fordern zudem die Streichung der Staatsleistungen an die ­Kirchen, das Ende der Einziehung der Kirchensteuer durch den Staat, die Beendigung der Militärseelsorge und das Ende der Priesterausbildung durch den Staat. Prominenteste Mitglieder sind Ingrid Matthäus-Maier sowie Rolf Schwanitz.

 
 

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