„Gamescom“: Computerspiel mit Hakenkreuz und Hitlergruß vorgestellt – Familienministerin äußert Kritik

Die Bundesfamilienministerin Franziska Giffey (SPD).
Die Bundesfamilienministerin Franziska Giffey (SPD).
Foto: Adam Berry / Getty Images
Erstmals wurde ein Computerspiel veröffentlicht, in dem Hakenkreuz und Hitlergruß gezeigt werden. Die Familienministerin äußert Kritik.

Berlin.  Bundesfamilienministerin Franziska Giffey (SPD) kritisiert die Veröffentlichung des ersten Computerspiels mit verfassungswidrigen Symbolen wie Hakenkreuz und Hitlergruß in Deutschland.

„Mit Hakenkreuzen spielt man nicht“, sagte sie unserer Redaktion. Gerade in Deutschland müssen „wir uns auch heute unserer besonderen historischen Verantwortung immer bewusst sein“.

Das Computerspiel „Through the Darkest of Times“ wurde am Mittwoch auf der Computerspielmesse Gamescom in Köln in einer neuen Version vorgestellt. Erstmals hat ein Computerspiel, das verfassungswidrige Symbole zeigt, von der zuständigen Prüfstelle, der Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle (USK), eine Altersfreigabe bekommen .

Israelischer Botschaft ist „geschockt“

Auch die rechtspolitische Sprecherin der CDU-Bundestagsfraktion hält die Entscheidung der USK für falsch: „Ich halte das Genre Computerspiel nicht für geeignet, sich angemessen mit dem historischen Unrecht des Nationalsozialismus und dem Leid der Opfer auseinanderzusetzen“, sagte Elisabeth Winkelmeier-Becker unserer Redaktion.

Und unterstützte Kritiker wie den israelischen Botschafter, der sich bereits „geschockt“ auf Twitter geäußert hatte: „Hier sollten wir auf diejenigen hören, die als Angehörige und Nachfahren der Opfer Kritik an der Entscheidung der USK üben.“ (FMG)

 
 

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