Friedrich Merz: Schon bei Markus Lanz verbreitete er eine CDU-Verschwörungstheorie

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Friedrich Merz sieht sich als Opfer einer CDU-Intrige. Im Tagesthemen-Interview mit Caren Miosga am Montagabend bestritt er zwar, dass er Verschwörungstheoretiker sei. Gleichzeitig behauptete er, die ganze Hauptstadtpresse wisse, dass er nicht der Liebling „eines Teils der Parteiführung“ sei. Hinterzimmer-Personalabsprachen seien in der Politik „relativ normal“. Wer genau sich gegen ihn verbündet habe, verriet Merz nicht. Machte aber erneut vieldeutige Andeutungen.

Friedrich Merz: Schon bei Markus Lanz (ZDF) verbreitet er Verschwörungstheorie

Angesprochen auf die Frage, ob etwas dran sein könnte an dem Gerücht, dass Jens Spahn Kanzlerkandidat werden könnte, antwortete Merz: „Wo Rauch ist, ist auch Feuer. Natürlich wird das versucht.“ Diese Diskussion um Jens Spahn gebe es schon seit Wochen und sie würde nicht nur von außen befeuert, sondern auch von innen.

Es ist nicht das erste Mal, dass er neben Armin Laschet Gesundheitsminister Jens Spahn öffentlich attackiert. Am 14. Oktober war der CDU-Politiker in der ZDF-Talkshow von Markus Lanz zu Gast und – musste dort sein umstrittenes Statement zu einem schwulen Kanzler erklären.

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Mehr über Friedrich Merz:

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Merz hatte in einem Bild-Talk gesagt, dass die sexuelle Orientierung die Öffentlichkeit nichts angehe, „solange sich das im Rahmen der Gesetze bewegt und solange das nicht Kinder betrifft – an der Stelle ist für mich allerdings eine absolute Grenze erreicht – ist das kein Thema für die öffentliche Diskussion.“

In einem Atemzug hatte Friedrich Merz somit über Homosexualität und Pädophilie gesprochen und fühlte sich danach falsch verstanden: „Ich habe zwei Sätze gesagt. Den Vorwurf, den man mir machen kann, dass ich diese zwei Sätze in einem zeitlich engen Zusammenhang gesagt habe. Da war ein großer Punkt dazwischen.“

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Friedrich Merz bei Lanz über Intrige: „Ich kenne die Akteure mittlerweile“

Dann unterstellte er eine Intrige gegen sich: Über Nacht sei das Thema hochgekocht: „Ich kenne die Akteure mittlerweile, die sich an diesem Spiel beteiligt haben.“ Genauso wie bei seinen neuen Attacken gegen das Partei-Establishment wollte er bei Lanz auch keine Namen nennen. Merz fügte aber hinzu: „Ich habe mittlerweile die Strukturen und die Akteure gesehen, die dieses Spielchen gemacht haben.“ Er sei bösartig falsch interpretiert worden.

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Mehr über Friedrich Merz:

  • Der 64-Jährige kommt aus dem Sauerland.
  • Der 1,98 große Politiker war von 2000 bis 2002 Vorsitzender der CDU/CSU-Bundestagsfraktion.
  • Bereits im Jahr 2018 kandidierte er um den CDU-Vorsitz, scheiterte aber auf dem Parteitag gegen Annegret Kramp-Karrenbauer.
  • Merz ist Wirtschaftsjurist und verabschiedete sich 2009 aus der Politik, um in die Privatwirtschaft zu gehen.
  • Nun will er CDU-Vorsitzender und Kanzlerkandidat werden.

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+++ Markus Lanz: DIESER Spruch sorgt für böses Blut im ZDF-Studio +++

Merz warf Jens Spahn bei Lanz vor, dass er den Satz für eine indirekte Attacke auf ihn benutzt habe: „Ich hätte mir von einem Parteifreund auch eine andere Reaktion vorstellen können.“

 
 

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