Fünf Euro am Tag für die Rente? So will Friedrich Merz (CDU) die drohende Altersarmut in Deutschland beseitigen

Friedrich Merz polarisiert mit einem Vorschlag zur Bekämpfung von Altersarmut. Wer als junger Mensch schon 5 Euro am Tag zurücklege, könne mit Aktien im Alter profitieren.
Friedrich Merz polarisiert mit einem Vorschlag zur Bekämpfung von Altersarmut. Wer als junger Mensch schon 5 Euro am Tag zurücklege, könne mit Aktien im Alter profitieren.
Foto: dpa
  • Friedrich Merz polarisiert wieder mit einem Vorschlag, den manch einer als realitätsfern einordnet
  • Wer nur fünf Euro am Tag für die Rente zurücklege, könnte im Alter mit Aktien profitieren
  • Die SPD hält den Vorschlag für einen „Gefallen für Reiche“

Berlin. Können Aktien Altersarmut bekämpfen? Friedrich Merz polarisiert mit einem neuen Vorschlag zur Altersvorsorge. Er fordert eine ergänzende Altersvorsorge über Aktien, die dann steuerlich begünstigt werden soll.

Merz sagt: Es komme darauf an, dass man in jungen Jahren mit kleinen Beträgen anfange. Das könnten auch schon 5 oder 4 Euro am Tag sein. Beim Koalitionspartner kommt der Vorschlag jedoch nicht besonders gut an, sie hält den Vorstoß für Merz für einen „Gefallen für Reiche.“

„Milliardenschwerer Gefallen für Reiche und vor allem für seine Kollegen bei Blackrock“

Schon jetzt gebe es bereits eine ganze Reihe von steuerlichen Begünstigungen. „Ich würde die gerne bündeln, ich würde sie gerne konzentrieren ich würde sie vor allem gerne auf die Altersversorgung ausrichten“, so Merz gegenüber der Huffpost.

Friedrich Merz ist unter anderem Aufsichtsratvorsitzender beim Vermögensverwalter Blackrock Deutschland. Blackrock verfügte zuletzt über 6,4 Billionen Dollar (5,7 Billionen Euro) an Anlegergeldern. Die Firma ist über mehrere Branchen hinweg einer der wichtigsten Investoren auf der ganzen Welt. Die Firma hält auch Aktienpakete an verschiedenen deutschen Großkonzernen.

Merz: „Ich spreche über eine ergänzende Altersvorsorge“

Merz, hatte am Wochenende vorgeschlagen, die Altersvorsorge über Aktien steuerlich zu begünstigen. „Ich spreche über eine ergänzende Altersvorsorge, die neben die gesetzliche Rentenversicherung treten muss“, sagte der frühere Unionsfraktionschef am Sonntag in der ARD-Sendung Bericht aus Berlin.

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SPD: „Was er vorschlägt, ist ein riesiger Schritt in die Privatisierung der Rente“

SPD-Generalsekretär Lars Klingbeil hält nicht viel vom Vorschlag von Friedrich Merz. „Was er vorschlägt, ist ein riesiger Schritt in die Privatisierung der Rente“, sagte Klingbeil am Montag. „Das ist ein milliardenschwerer Gefallen für Reiche und vor allem für seine Kollegen bei Blackrock.“

Nach Merz-Vorschlag: SPD spricht von Privatisierungsfantasien der CDU

Klingbeil hält die Idee für den falschen Weg. „Wir sind gerade dabei, die gesetzliche Rente zu stärken“, sagte der SPD-Generalsekretär. Das helfe der großen Mehrheit und sei der richtige Weg. „Nicht die Privatisierungsfantasien der CDU.“

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Merz bewirbt sich neben CDU-Generalsekretärin Annegret Kramp-Karrenbauer und Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) als einer von drei prominenten Christdemokraten auf die Nachfolge von Angela Merkel an der Parteispitze. (mit dpa)

 
 

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