Friedrich Merz: Alter Gegner rechnet mit ihm ab – „Zahn der Zeit zernagt ihn“

Angela Merkel – ihr Weg zur Kanzlerin

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Wie Angela Merkel Bundeskanzlerin wurde und welche Krisen sie meisterte, siehst du hier.

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Im dritten Anlauf hat es geklappt: Friedrich Merz ist neuer CDU-Chef.

Damit gelang Friedrich Merz nach rund 20 Jahren sein großes politisches Comeback, denn 2002 musste er den CDU/CSU-Fraktionsvorsitz an Angela Merkel abtreten.

Friedrich Merz: Alter Widersacher rechnet mit ihm ab – „Zahn der Zeit zernagt ihn"

Doch jetzt meldet sich ein alter Widersacher von Friedrich Merz zu Wort, der bereits damals sein politischer Gegner war.

Die beiden verbindet nicht nur die gemeinsame Geschichte im Bundestag, sondern auch ihre Herkunft aus dem Sauerland: SPD-Politiker Franz Müntefering gibt seinen Senf zu Friedrich Merz ab.

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Mehr über Friedrich Merz:

  • Der 66-Jährige ist neuer CDU-Chef.
  • Der 1,98 Meter große Sauerländer scheiterte zuvor zweimal als Kandidat um den Vorsitz gegen Armin Laschet und Annegret Kramp-Karrenbauer.
  • Merz war von 2000 bis 2002 als CDU/CSU-Fraktionschef Oppositionsführer im Bundestag.
  • Er ist verheiratet mit einer Richterin. Das Ehepaar hat drei erwachsene Söhne.

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Der frühere SPD-Parteivorsitzende, Fraktionschef im Bundestag sowie Bundesminister und Vizekanzler verfolgt das politische Geschehen mittlerweile als Privatmann. Zwar hat der 82-Jährige noch einige Ehrenämter, etwa als Präsident des Arbeiter-Samariter-Bundes, aber aus der Parteipolitik hatte er sich 2009 endgültig zurückgezogen.

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Dennoch gab Müntefering nun dem WDR ein Interview zur Wahl von Friedrich Merz – und das sprüht nur so vor Angrifflust und beinhaltet einige Seitenhiebe gegen den alten Kontrahenten aus dem Sauerland, der es mit 66 Jahren noch mal wissen will.

Dass Merz nun auch noch der Sprung ins Kanzleramt gelingen wird, daran will Müntefering nicht glauben. Bei der nächsten Bundestagswahl 2025 sei „die Aussicht minimal, und dann 2029, 2033, dann kann man vielleicht darüber reden. Aber dann ist er weit über 70 Jahre. Und der Zahn der Zeit zernagt halt auch einen Kapitalisten, und der Zahn der Zeit wird auch an Merz nagen“.

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Sowieso sei der Parteivorsitz die falsche Rolle für Merz. Er werde „an den Ortsvereinen und an dem Kleinkram der Partei“ keinen Spaß haben, glaubt der ehemalige SPD-Chef.

Deswegen meint Müntefering auch, dass Merz einen Fehler gemacht habe. Er sei von seiner Mentalität kein Parteivorsitzender, sondern ein Regierender.

Das ganze Interview mit Franz Müntefering kannst du hier auf wdr.de lesen.