„Fridays for Future“: Luisa Neubauer schießt gegen Merkel – „Ich fand es erschütternd“

Das ist Greta Thunberg

Anfang 2018 war sie noch eine einfache Schülerin. 2019 ist sie das Gesicht einer globalen Umwelt-Bewegung: Greta Thunberg.

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Berlin. Luisa Neubauer ist das deutsche Gesicht von „Fridays for Future“, auch wenn sie das selbst nicht so gerne hört. Im Podcast von Journalist Gabor Steingart übte die 23-Jährige nun heftige Kritik an der Bundesregierung und Kanzlerin Angela Merkel.

Neubauer ging es vor allem um das kürzlich verabschiedete Klimapaket der Bundesregierung. „Die allereinzigen, die wirklich sagen, es ist ein gutes Paket, sind die aus der Automobilindustrie“, so Neubauer. Und weiter: „Es kann doch nicht angehen, dass hier 30 Jahre lang Klimaschutz verpasst wird und man dann in einer Nachtsitzung sagt: So, jetzt müssen wir was machen.“

„Fridays for Future“: „Ich fand es erschütternd“

Besonders enttäuscht reagierte sie darauf, dass Kanzlerin Merkel sich auf dem UN-Klimagipfel als Klimaschützerin und Positiv-Beispiel feiern ließ: „Ich fand es erschütternd, dass da keine größere Resonanz kam. Ich finde es merkwürdig, dass der deutsche Erfolg daran bemessen wird, wie wenig andere machen.“

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Die Regierung habe in der Vergangenheit zahlreiche Klimaschutzziele verfehlt und werde auch die Ziele des Pariser Abkommens verfehlen: „Wie kann Frau Merkel vor die UN ziehen und sagen: Toll, wir finden Paris so wichtig.“

Merkel kritisierte „Fridays for Future“

Merkel hatte die „Fridays for Future“-Bewegung in New York erstmals kritisiert. Sie würde nicht genug über technologische Innovationen im Kampf gegen den Klimawandel nachdenken.

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Diese Kritik will Neubauer sich aber nicht anlasten: „Es ist ganz gefährlich, sich auf einer Technologisierung auszuruhen.“ Man müsse jetzt und schnell handeln: „Wenn eine Art ausgestorben ist, wird sie auch durch die beste Technik nicht mehr zum Leben erweckt.“

 
 

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